seufz

Ich bin auch zu nichts mehr zu gebrauchen. Wenn ich da so rüberschaue zu Cathrin, da läuft der Blog und es geht was ab (und ich verspreche ich werde hoffentlich bald deinen Blog öfter besuchen, lesen tu ich aber :D). Hier allerdings ist Totenstille. Was ja nicht unbedingt schlimm ist, da draußen findet halt dann doch noch das echt Leben statt, ob man es will oder nicht.
Für mich scheint sich in der Zukunft was zu ändern. Zumindest habe ich das so im Gefühl. Und eigentlich ist es auch vollkommen logisch, wenn der Arbeitsvertrag in knapp 3 Monaten ausläuft. Ich bin ein einziges Nervenbündel und möchte am liebsten die Zeit anhalten, bis sich alles geregelt hat, aber das wäre ja viel zu schön. Im Moment heißt es einfach nur „Abwarten und Tee trinken“.

Und den Kopf über die heutige Jugend schütteln, die sich anscheinend nun mit „Ey, du Asylantenheim!“ anspricht. Was ist nur aus dieser Welt geworden?

Wiederkehr

Der Alltag hat mich wieder.
Ich habe sogar meinen Schlafrhythmus wieder im Griff. Bin vorher jeden Tag spätestens um 6 augewacht, kann ich nun normal ausschlafen. Nur, dass ich nun mitten in der Nacht immer mal aufwache, aber solange ich mich erholt fühle am nächsten Morgen, soll mir das egal sein.
Als ich zurück kam, hatte ich das übermächtige Gefühl ich könnte Bäume ausreißen und die Welt bewegen. Jetzt nun aber die ernüchternde Erkenntnis: auch in meinem Kopf ist der Alltag wieder eingekehrt. Das nervt mich wohl am meisten. Und mein Vorhaben was ich mir vor dem Urlaub gesetzt hatte, halte ich mal wieder nicht ein.
Die nächsten Wochen sind geplant: arbeiten, Abiball, in der Stadt bleiben, nach Stockholm fliegen. Ich ein wenig Angst vor der Zeit nach Stockholm, denn dann gibt’s erstmal nichts auf was ich mich freuen könnte. Was so viel heißt wie: mach dir endlich Gedanken um deine Zukunft! Aber dafür bin ich im Moment nicht bereit. Noch hab ich Pläne. Immer Schritt für Schritt, das ist das einzige, was ich in den letzten Monaten gelernt habe. Take it slow!
Und so versuche ich mich auch nicht vom Alltag um den Finger wickeln zu lassen.

freaking out

Ich bin mal wieder kurz vorm Durchdrehen. Eigentlich dachte ich, ich hab aus dem letzten Jahr gelernt, aber nein…
Durchdrehen sieht bei mir übrigens so aus: nach außen emotionslos durch die Gegend laufen (emotionsloser als sonst), im Inneren rattert es wie bescheuert. Ich versteife mich dann auf Gedanken und male mir Szenarien aus, die nie im Leben passieren werden…nur halt in meinem Kopf. Mein Schlaf ist auch nicht mehr das, was er mal war und auch sonst.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, dass ich alles Schritt für Schritt machen werde. Nicht zu weit in die Zukunft denken. Bisher klappt es ganz gut und ich beruhige mich halbwegs.
Und nebenbei schaue ich fein Serien und höre Musik…auch das hilft bei der Beruhigung der Nerven. Etwas.

Future

„I usually don’t like thinking about the future. I mean let’s face it, you can’t predict what’s gonna happen.
And sometimes the thing you didn’t expect is what you really wanted after all.
Maybe the best thing to do is stop trying to figure out where you going.
Just enjoy where you’re at.“
(JD, Scrubs, 2×08)

Es tut sich so viel. Und doch bleibt alles.
Ich versuche nicht mehr die Zukunft zu planen (und wenn dann nur das Nötigste).
Ich versuche tatsächlich die Gegenwart zu genießen.
Das sollte der erste Schritt in eine Richtung sein. Die richtige? Keine Ahnung! Aber wer will das schon wissen?

Future?

„Do you ever wake up in the morning and feel like you just don’t have a clue?“
„Every day. Wait, that’s not normal?“ (7:28)

Ich bin noch nicht über den Status hinausgekommen.
Ich würde so gerne wissen, was ich mache, wo ich in einem halben Jahr sein werde.
Ich möchte nicht mehr in der Luft rumhängen.
Im Moment finde ich es aber schon schwierig überhaupt über den Tag zu kommen. Wenn ich nicht mal weiß, was ich in einer Stunde mache, wie soll ich dann jetzt schon über meine Zukunft entscheiden.
Warum verdammt ist das so schwer?

Was meine Welt bewegt.

Als ich so an der Straßenbahnhaltestelle stand, ist mir aufgefallen, dass das Rollstuhl-Piktogramm irgendwie komisch aussieht. Ein sitzender Mensch und ein dreiviertel Kreis unterm Hintern. Hab ich vorher nie so drauf geachtet.

Meine Wohnung ist nach anderthalb Wochen annähernd warm. Die Heizung war kaputt. Also nicht die Heizung, sondern irgendein blöder Kessel. Anscheinend haben sie es jetzt in den Griff bekommen. Der Vermieter konnte meinen Namen schon nicht mehr hören.

An einem Tag wird man von allen Seiten unterstützt in seinen Plänen für die Zukunft. Am nächsten Tag kommen dann Fragen wie: „Und was machst du damit? Was bist du danach? Kann man damit Geld verdienen? Willst du nicht lieber noch ein Jahr arbeiten?“ Warum stellen sie das immer alles wieder in Frage, wenn ich doch selber nicht weiß, was ich machen soll. Und nochmal: Ich habe gelernt, dass man das machen soll, was einem Spaß macht. Ich studier doch nicht irgendwas, nur um auf der Karriereleiter hochzusteigen und eine Menge Kohle zu verdienen. Ich muss ja zugeben, dass mir Karriere eigentlich ziemlich Schnuppe ist.

Mich nervt es, dass man wegen seiner Mentalität immer anders bewertet wird. Ich bin ruhiger als andere und mir wird in den verschiedensten Lebenssituationen genau das zur Last gelegt. Ich werde schlechter benotet, weil ich nicht so viel quatsche sondern einfach nur kurz zustimme. Meiner Meinung nach völlig ausreichend. Für manche Leute anscheinend nicht. Mich regt es einfach auf. Ich kann meine Mentalität nicht ändern. Und will es auch nicht.

Alkohol ist eindeutig nicht gut für mich. Nach einem Gläschen Ouzo beim Griechen war mir schummrig. Da ich in letzter Zeit oft kalte Hände und Füße habe (dauerhaft), wurde mir ein halbes Glas Sekt hingestellt. Die Folge: mir war zwar warm, aber dafür auch schlecht und ich konnte nicht einschlafen. Ich bleib also dabei: Alkohol ist doof.

Und zu guter Letzt: Ein Wasserrohrbruch in einer Buchhandlung ist nicht so prickelnd.