Es regnet, es regnet

Es ist Herbst!
Ich kann mich in eine Ecke kuscheln und Bücher lesen, kann draußen die Wolken vorbeiziehen sehen und überlegen, was sie wohl darstellen oder ob sie sich wie Watte anfühlen.
Ich kann aber auch zwei Tage nach Hamburg fahren und die ganze Zeit dem stetigen Regen zuschauen. Ich mag die Stadt wirklich, und mir ist auch bewusst, dass man da oben mit Regen rechnen muss, aber so viel? Das ist wirklich nicht nett. Daher ist mein Souvenir so hier ausgefallen:

Man soll ja ein wenig positiv durch die Welt gehen.
Durch die frühe Abreise konnte ich mir dann aber kräftig den Magen vollschlagen und danach gemütlich „Wetten dass..?“ schauen. Ich hoffe, dass sie das Durcheinander (teilweise) noch in den Griff kriegen und der liebe Herr Lanz soll doch bei den Wetten bitte nicht immer dazwischen quatschen. Das irritiert nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Zuschauer. Aber sonst: mal was anderes.
Und zu guter Letzt habe ich noch einen netten Kinderchor entdeckt, der Anzuschauen wirklich zu empfehlen ist. Der PS22 Chorus aus New York:

Weil es Heimat ist

In meinem Fall ist es ganz klar: Als ich ausgezogen bin, habe ich meine Heimat um so mehr schätzen gelernt, als ich es früher je getan habe. Umso saurer, genervter und beleidigter reagiere ich auch auf böse Worte gegen die Orte aus denen ich komme und in denen ich aufgewachsen sind. Mittlerweile kann ich auch keine Stadtkinder mehr leiden, die denken, die Welt dreht sich nur um ihre Stadt. Ich weiß gar nicht, warum es mich damals so sehr in eine Stadt gezogen hat. Ich will dort eindeutig nicht mehr leben. Diese Anonymität, diese Aroganz, diese Einbildung auf etwas Besseres. Ich will ja nicht sagen, dass die Dorfkinder besser sind. Aber es ist alles familiärer. Und man hält zusammen…und ist nicht dagegen. Ich mag das Land und kann es mir auch nicht mehr vorstellen, für immer in einer Stadt zu leben. Für eine Zeit geht das. Aber nicht für immer.
Und nachfolgende Bilder erweisen vielleicht einen Einblick, warum ich grade zu den Texten komme. Vielleicht liegt es am Herbst, aber vielleicht auch an der Heimat.

last day of summer

Schon kündigt sich der Herbst an, lässt sich der Sommer es nicht entgehen nochmal vorbei zu schauen. Das ist wirklich sehr nett von ihm.

Ich mag meine Arbeit zur Zeit. Oder viel mehr: ich mag meine Arbeit in der Abteilung, wo ich gerade bin, sehr.
Es gilt sowieso das allgemeine Vorurteil in einer Bibliothek würde man nicht arbeiten. Das ist ja nun wirklich nicht so. Ich bin gerade in der Erwerbung/Erschließung. Man könnte auch sagen: an der Quelle. Da kommen alle Medien an. Da werden sie alle eingetragen. Da schnuppern sie das erste Mal Bibliotheksluft. Ein großartiges Gefühl. Und ich bin nicht so oft in der Öffentlichkeit. Wenn ich es mir aussuchen könnte, ob ich Informationsdienst bei den Lesern mache oder irgendwas hinten im Büro. Ich wäre immer für Büro. Natürlich können auch die Leser sehr amüsant sein und ich sage ja nicht, dass ich es überhaupt nicht gerne mache. Aber im Büro sitzen, neue Bücher angucken und die einarbeiten, ist mir dann doch lieber. Hach ja, das ist meine Welt :)

Heute ist schon Mittwoch. Nur noch zwei Mal schlafen und es geht wieder nach Hause.