Hass gegen einen selbst

Manchmal hasse ich mich selber. Oder dieses etwas in mir, dass mich so sein lässt.
Ihr müsst wissen, früher bin ich furchtbar gerne nach Hause gefahren, es konnte gar nicht schnell genug gehen aus dieser Stadt rauszukommen. Und ich dachte immer es liegt genau an dieser Stadt. Aber es lag einfach daran, dass Zuhause das kleinere Übel war und ich dort für zwei Tage meine eigenen Sorgen vergessen konnte.
Nun ist es aber seit über einem halben Jahr nicht mehr so. Kaum bin ich länger als die üblichen zwei Tage Zuhause, bin ich mit dem Nerven völlig fertig und brauche Ewigkeiten um mich wieder einzukriegen. Heute habe ich so gut wie den ganzen Tag nicht geredet. Denn ich dachte ich platze, wenn ich auch nur den Mund aufmache.
Meine Theorie ist es, dass ich die heile Welt nicht ertrage. Diese heile Welt, die seit diesem verdammten Tag gespielt wird.
Aber meine Wut beschränkt sich nicht mehr nur auf mich, sondern ich lasse sie die anderen auch spüren. Sie rücken mir zu sehr auf die Pelle, und ich werde kurz angebunden (um eben nicht zu platzen) und dann werden die anderen sauer und beleidigt und die Stimmung ist wegen mir im Keller. Wegen meinem Hass gegen mich und gegen alle. Und dafür reicht bei mir schon ein langes Wochenende. Und davon kommen in nächster Zeit so viele.
Ich hasse mich dafür selber, aber ich kann es nicht kontrollieren, ich kann es auch nicht einfach verdrängen, es ist wahnsinnig schnell an der Oberfläche und dann kann ich es nicht mehr ignorieren. Und die anderen müssen darunter leiden.

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die kleinen Dinge

Wisst ihr noch die kleinen Dinge, die mich am Leben halten?
Gestern Abend bekam ich einen YouTube-Link von meinem Bruder, hat er gefunden und könnte mir gefallen.

Ich liebe es! Und ich frage mich, woher er es wieder hat.
Ich habe einen klasse Bruder. Und was bin ich für eine Schwester? Eine, die ihm Abiprüfungsaufgaben zum Üben mitbringt und das Kleid für den Abiball schon hat, bevor er es überhaupt in Erwägung zieht, nach einem Anzug zu schauen. Wir sind beide nicht auf der Höhe unserer (psychischen) Gesundheit. Und wir haben beide schlechte und gute Tage. Aber wir sind immer füreinander da. Und darüber bin ich sehr froh.

vorbei

Der Urlaub ist fast vorbei. Und meine Nerven und mein Verstand haben sich Stück für Stück verabschiedet. Noch ein Tag länger Zuhause und ich würde wahrscheinlich durchdrehen. Was freue ich mich auf meine eigenen vier Wände heute Abend.
Ich bin im Moment ziemlich durch mit allem, kann daran liegen, dass ich vergesse habe meine Tabletten zu nehmen, kann aber auch nur an der Umgebung liegen. Ich könnte jedes Mal schreien, wenn jemand in meiner Nähe ist. Heute morgen halb 10 (ich lag noch gemütlich im Bett) ruft meine Mutter an um mir mitzuteilen, dass sich gerade ein Kind bei ihr auf Arbeit übergibt. ICH WILL DAS NICHT WISSEN! Schon gar nicht am Morgen als Erstes. Und dann geht man zum Mittagessen bei den Großeltern, erfährt dass ein guter Bekannter verstorben ist und sie tun so als ob es das normalste der Welt ist. Es wird einfach der nächste Dorfklatsch erzählt. Das macht mich WAHNSINNIG!
Meine Serien-Pause habe ich auch nicht einhalten können, habe Friends geschaut um mich abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen. Gedanken, die sich nicht mit dem Wahnsinn hier befassen.
Es macht mich traurig, dass zu denken, was ich denke. Ich würde gerne wieder nach Hause fahren und mich darauf freuen, gar nicht wieder wegwollen und alle vermissen. Aber jede Minute hier war ein Kampf. Ich war nur ein Schatten meiner selbst, ich erkenne mich selber nicht mehr. Kann ein Mensch sich so sehr verändern, dass er sich selber nicht mehr erkennt?

Nonexistent #3

Eigentlich dachte ich es wird ein wenig besser. Ich habe versucht damit zu leben.
Und es war auch besser, wir konnten uns normal unterhalten, nur das Streitthema war tabu.
Doch nun habe ich es mittlerweile schon im Gefühl, wenn ich vor der Haustür stehe, ob es gut oder schlecht wird. Und heute war es schlecht. Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber das lässt man verdammt nochmal nicht anderen Leuten aus. Schon gar nicht an der eigenen Familie.
Wir sind ihm immer noch egal. Ich weiß nicht, warum ich geglaubt habe es wäre anders. Und das tut mir weh. Das tut mir verdammt nochmal sehr weh.

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Aus „8 Wochen verrückt“. Meine Mutter zeigte mir diesen Absatz kurz nachdem hier die Hölle los war. Ich wünschte es wäre alles ein bisschen besser.

Is it?

Ist es etwa schon wieder Donnerstag? Donnerstag Abend, um genau zu sein? Die Zeit vergeht viel zu schnell und lasst mich was verraten: ich habe diese Woche noch nicht eine einzige Seite in einem Buch gelesen. Yeah, shame on me!
Dafür habe ich aber dank Cathrin einen Ohrwurm von „Royals“ von Lorde; sie hat es heimtückisch auch als Ohrwurm auf ihrem Blog ausgegeben ;) Schaut euch mal dieses schöne Cover an:

Und dann habe ich soeben „Silver Linings“ gesehen….mit Bradley Cooper und Jennifer Lawrence. Über psychische Krankheiten.

Und ich bin begeistert. Ich überlege noch das Buch (wenn ich denn mal wieder lese) auf Englisch nachzuschieben. Meint ihr das lohnt sich? Die Geschichte finde ich echt toll.
Ach ja und dann fahre ich zum Jahreswechsel an die Nordsee. Ziemlich weit in den Norden. So in Dänemark. Mit Pool und allem. Und mit einem Zugticket zurück nach Deutschland an Neujahr. Denn ich muss arbeiten, am 23.12. spät, am 02.01. auch. Aber das wollte ich so.
In der Heimat wird heile Welt gespielt. Vielleicht sollte ich das akzeptieren, aber dazu bin ich noch nicht bereit. Ich hätte gerne eine Aussprache. Aber man bekommt nun mal nicht immer das, was man möchte.
Weihnachten rückt näher. Und ich überlege mir einen Mitbewohner anzuschaffen, einen kleinen, flauschigen. Ich hatte meine ganze Kindheit kein Haustier. Ich glaub es wird Zeit. Und ich wäre nicht mehr so allein. Dann könnten wir zusammen allein sein. Nun ja, ich mache erstmal eine Plus/Minus-Liste…und dann sehe ich weiter.
Was meinen Sommerurlaub angeht für nächstes Jahr, weiß ich auch noch nicht. Entweder Schweden mit der Familie…oder eigene Pläne, wo ich aber noch kein okay hab.
Und die Zeit spielt mal wieder gegen mich.

Habt einen schönen Abend! Und lasst euch nicht von meinem verwirrenden Artikel…ähm…ihr wisst schon….verwirren.

Lebenszeichen

Mich gibt’s auch noch. Aber viel zu erzählen habe ich trotzdem nicht. Außer vielleicht, dass ich drei Wochen in einer zugigen Schule überlebt habe und mir nun die Seele aus dem Leib huste. Was daran ist bitte fair? Jetzt will ich auch nicht mehr krank werden. Auf jeden Fall hab ich mir heute brav Hustensaft gekauft und würde am liebsten die ganze Flasche vertilgen. Aber ich glaube, dass ist nicht so gut.
Am Wochenende war eine Geburtstagsfeier im Rahmen der Familie. Und da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich da nicht mehr so ganz dazu gehöre. Ich lebe mein Leben mittlerweile woanders. Alle meine Verwandten wohnen, leben und arbeiten noch im gleichen Ort oder zumindest der gleichen Umgebung, wo sie auch aufgewachsen sind. Ich dagegen bin die erste, die mal nichts in der Gegend bekommen hat und etwas mehr als 100km weiter weg wohnt. Aber das scheint keinen zu stören. Für alle anderen ist das normal. Für mich leider nicht mehr. Das ständige Reisen macht mich fertig. Ich vergesse laufend Sachen. Wo hab ich die nun schon wieder gelassen? Im Moment vermisse ich meine liebste Lieblingsschildkröte und ich habe keinen blassen Schimmer, wo sie sein könnte. Und ich vermisse sie so :( Ich brauche nun mal meine Kuscheltiere. Ente, Simba und Schildkröte. Und jetzt fehlt einer. Das ist einfach nicht zu verkraften. Das ist nämlich meine Familie.