vom Zugfahren, Kindsein und Theaterproben

Ist euch schonmal aufgefallen, wenn man abends Zug fährt, alles ist wie im Film. Ihr wisst schon, diese Szenen, wenn die Figuren in Zügen, Straßenbahnen oder anderen schienenförmigen Verkehrsmitteln sitzen, beinahe menschenleer und vor sich hinstarren. Denn nach draußen kann man nicht mehr schauen. Schaut man aus dem Fenster, sieht man nur noch seiner selbst. Die Figuren sehen dann meist immer sehr nachdenklich, traurig und niedergeschlagen aus.
Genauso fühle ich mich, wenn ich nach einem Spätdienst nach Hause fahre. Und in den Wintermonaten bald, wahrscheinlich immer.

Nach der Arbeit sehe ich oft spielende Kinder. Dann gehe ich immer seufzend vorbei und wünsche mir, auch noch einmal so unbeschwert durch die Gegend laufen zu können. In einem Leben in dem die schwerste Entscheidung war, mit was ich spielen soll oder welchen Buntstift ich wählen sollte. Aber wahrscheinlich leiden noch so viele an dem Peter-Pan-Syndrom.

Neben der Bibliothek, in der ich arbeite, befindet sich das Theater. Wir teilen uns sogar einen Hinterhof. Das heißt auch, dass wir des öfteren Proben mit anhören können. Meist wird es nervig, wenn sie ein paar Stunden lang, immer die gleichen 20 Sekunden und ihre Einsätze üben. Aber heute, heute haben sie „Ich hab getanz heut Nacht“ aus „My fair Lady“ geprobt. Schon nach kurzer Zeit summten die Kollegen mit und wollten Walzer tanzen. So macht die Arbeit doch gleich noch viel mehr Spaß.

last day of summer

Schon kündigt sich der Herbst an, lässt sich der Sommer es nicht entgehen nochmal vorbei zu schauen. Das ist wirklich sehr nett von ihm.

Ich mag meine Arbeit zur Zeit. Oder viel mehr: ich mag meine Arbeit in der Abteilung, wo ich gerade bin, sehr.
Es gilt sowieso das allgemeine Vorurteil in einer Bibliothek würde man nicht arbeiten. Das ist ja nun wirklich nicht so. Ich bin gerade in der Erwerbung/Erschließung. Man könnte auch sagen: an der Quelle. Da kommen alle Medien an. Da werden sie alle eingetragen. Da schnuppern sie das erste Mal Bibliotheksluft. Ein großartiges Gefühl. Und ich bin nicht so oft in der Öffentlichkeit. Wenn ich es mir aussuchen könnte, ob ich Informationsdienst bei den Lesern mache oder irgendwas hinten im Büro. Ich wäre immer für Büro. Natürlich können auch die Leser sehr amüsant sein und ich sage ja nicht, dass ich es überhaupt nicht gerne mache. Aber im Büro sitzen, neue Bücher angucken und die einarbeiten, ist mir dann doch lieber. Hach ja, das ist meine Welt :)

Heute ist schon Mittwoch. Nur noch zwei Mal schlafen und es geht wieder nach Hause.

OHA

Seht ihr, schon wieder die Woche keine Zeit gehabt. (Und hier der Link zu OHA)

[gemacht] gearbeitet

[gesehen] The Lake House

[gehört] den Eurovision Song Contest

[gefreut] „Germany 12 points“

[geplant] ESC 2011 *hin will*

[geschafft] Präsentation auf Arbeit über Auslandspraktikum

[gekauft] Blumen (:

[wird gemacht] zur Schule fahren

Ach ja, und der Eurodance war geil:

ein Wunder … oder doch nicht?

Heute gleich drei Wunder (mehr oder weniger).

1. ich hab das Gefühl eine Erkältung kann im Laufe des Tages verschwinden (und am nächsten Morgen wieder da sein). Ich habe die letzte Nacht kaum geschlafen, heute mehr gegessen als sonst, weil ich keinen Geschmack habe, Hustenanfälle überlebt und dabei noch Leser beraten. Wie man sieht, mir geht’s gut.

2. ich besitze eine ermäßigte (da doofer Azubi) Monatskarte für die Straßenbahn. Sonst lassen sich vielleicht 1x im Monat Kontrolleure in der Bahn blicken, wenn überhaupt. Und dann wollen sie auch nie einen Ermäßigungsnachweis sehen. Und was passiert heute? Gleich 2x kommen Kontrolleure und beide Male wollten sie einen Nachweis sehen. Tz, da will man einmal in Ruhe lesen und dann kommen Kontrolleure, die sich über die Undeutlichkeit meines Schülerausweises beschweren.

3. aber das Bescheuertste heute überall: ich war auf dem Weg nach Hause (zu den Kontrolleuren in der Straßenbahn ;)) und es kamen mir zwei Typen entgegen. Ich bemerkte schon von weiten: die sind komisch. Als sie dann in meiner Nähe waren, nahm der eine die Hände aus der Tasche, hielt sie hoch und sagte: „Ein Wunder! Ich habe wieder Arme!“ Ich übte Ignoranz und lief weiter.

but i know a magic dolphin

Wenn ich schon sage, ich blogge wieder, dann muss ich das auch mal tun.

Ich habe soeben mein Bericht über mein Auslandspraktikum fertiggestellt. Ich war gerade so in Schreibelaune, das wollte ich einfach ausnutzen. Also Fernseh aus und los ging’s. Jetzt muss ich nur noch alle Unterlagen zusammensuchen und zur Agentur schicken. Und dann bin ich damit durch. Würde das ganze Auslandsspektakel nicht nur so einen Papierkram mit sich ziehen, würde ich das immer wieder machen. Aber ich glaub, da muss man immer durch.

Mein Urlaub ist nun auch zu Ende. Am Wochenende war es lustig. Fräulein hat aber vermutlich einen Ouzo zu viel getrunken. Mja …  war lustig ;) (Wer mich kennt, wird sich jetzt sowieso fragen: „Wie? Seit wann denn Alkohol?“).
Das Arbeitsleben hat mich somit wieder. Aber auch nur noch 4 Tage, dann ist schon wieder Wochenende.

Und wer sich jetzt noch fragt, was ein magischer Delfin mit meinem Artikel zu tun hat, der wird gleich belehrt:

You know, i know the dolphin :)