Hallo Einsamkeit

Man mag es kaum glauben, aber: drei Jahre sind vorbei.
Und ich bin wieder zurück im ersten Jahr.
Auf einmal wird man mit „Hallo Kollegin.“ begrüßt. Aber es hat sich doch gar nichts geändert. Zumindest fühle ich mich nicht anders.
Ich bin wieder da, wo ich im 1. Lehrjahr war. Jeden Tag muss ich zwei Mal durch die halbe Stadt fahren, im Moment sogar mit Schienenersatzverkehr. Früh weg, abends wieder zurück. Vom Tag bleibt da nicht viel.
Heute nochmal zurück ins Haus, es fühlt sich anders an. Man gehört nicht mehr dazu. Nicht so richtig.
Und das schon nach dem 1. Tag.
Am Anfang der Ausbildung fand ich meinen 1. Tag auch doof. Vielleicht wird es ja noch besser. Aber jetzt hab ich den Vorteil: ich weiß, was auf mich zukommt.

Hier bin ich wieder, Einsamkeit, nimm mich in deine Arme.

Advertisements

Urlaub?

Heute letzter offizieller Urlaubstag in meiner Ausbildung.
Und meine Laune passt sich dem Wetter an.

Einen schönen Freitag (den 13.) wünsch ich euch noch.

PS: Ich hab wirklich nichts zu erzählen. Außer dass ich immer noch auf meine Ergebnisse warte -.-

Wo ist nur das Schloss?

An einem Prüfungstag ging es mir noch nie gut. Ich träumte von schäbigen Strickjacken und besuchte mehrfach die Toilette.
Mein Prüfungstermin war erst am Nachmittag, die Fahrt verlief ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm. Eine Umleitung jagde die nächste, in der historischen Altstadt. Ein Blick hatte ich dafür nicht. Immer mal wieder tauchte das Schloss hinter den Häusern auf.
Die Zeit des Wartens ist schrecklich. Man sitzt da und möchte es hinter sich bringen, aber nichts passiert.
Ich werde reingerufen. „Fühlen Sie sich gesundheitlich in der Lage?“ – „Ja.“ (Und dachte ‚Nein!‘)
Zwei Aufgaben, eine muss ich nehmen, beide sind nicht wirklich toll, ich nehme das kleinere Übel.
Aufmunterungsworte bis zum Vorbereitungsraum. Gequältes Lächeln.
Sitze über dem Blatt, zerbreche mir den Kopf. Ich werde wieder abgeholt, erzähle alles, was ich weiß. Mir werden Fragen gestellt, ich antworte. Ich habe ein gutes Gefühl, doch am Ende schauen alle böse drein. Ich muss raus, muss warten. Meine Nachfolgerinnen trudeln ein. Schauen alle ganz ängstlich. Möchte mein Ergebnis nicht mehr erfahren, werde trotzdem reingerufen.
„Wie fanden Sie sich selber?“ – „Zum Schluss etwas holprig, aber sonst …“ – „Ja, das fanden wir auch, deswegen, um sie nicht länger auf die Folter zu spannen: 10 Punkte, das ist keine 1 mehr (ich weiß), aber eine 2- (das ist ziemlich weit weg von der 1).“
Meine Berufsschullehrerin kommt auf mich zu, gratuliert mir zur bestandenen Prüfung, schaut sich mein Schulzeugnis an: „Das war ja viel besser.“ Ich kann mich darüber im Moment noch nicht freuen, auch wenn 1,0 eigentlich ein Grund dazu sein sollte.
Komme raus, zig Augenpaare schauen mich. Sag ich’s? Sag ich’s nicht? Ach was soll’s. „10 Punkte.“ – „Toll! Klasse! Glückwunsch!“ Umarmungen, Verabschiedungen, bloß weg.
Noch ein bisschen Sightseeing in der Stadt. Mir brummt der Kopf. Ich habe den ganzen Tag nichts getrunken und gegessen. Trotzdem suche ich das Schloss, um wenigstens ein positives Bild mitzunehmen. Ich hatte schon fast aufgegeben, immer umgaben Häuser den Blick.

Doch dann luckte es hervor, ganz still und heimlich. So wie ich halt.
Damit muss man wohl leben.

Nicht nur Arbeit.

Was ist das eigentlich mit diesem:  „Ich möchte noch so viel lesen, aber habe keine Zeit und die Bücher sind auch so teuer, und und und.“ ?
Das Zeitproblem versteh ich natürlich. Das andere nicht so.
Vielleicht liegt’s ja einfach daran, dass ich seit drei Jahren eine Bibliothek vor der Nase habe, bzw. in ihr arbeite (in der Bibliothek, nicht in der Nase). Aber ich verstehe einfach nicht, warum die Leute nicht einfach in die Bibliothek gehen, und für eine Jahresgebühr können sie so viele Bücher, wie sie wollen, ausleihen.
Bibliotheken sind nicht verstaubt, öde, langweilig, trist, oder sonst was. Jeder Tag ist anders.
Und man kann so viel entdecken. Rettet verdammt nochmal unsere schönen Bibliotheken.

So, das wollt ich nur mal gesagt haben…

PS: Den Teddy hatte ein kleines Mädchen vergessen. So lange wachte er über unseren Kinder-Maltisch. Hat sich pudelwohl gefühlt, der Knuffige.

Glad Påsk!

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest, meine Lieben.
Das Wetter ist gerade perfekt für den April und ich freu mich schon drauf, die Ostereier eventuell im Schnee zu suchen.

Meine Urlaubswoche geht heute zu Ende und ich habe nichts von dem gemacht, was ich mir vorgenommen hatte. (Lernen gehört da leider auch dazu.) Aber nichtsdestotrotz (ich musste doch eben tatsächlich googeln, um zu kontrollieren, ob das Wort wirklich zusammengeschrieben wird) war es eine schöne Woche und ich bin bereit für den Endspurt. Und wären diese Prüfungen nicht, wäre ich sogar etwas entspannt.
Bei etwas mehr Zeit wird es auch öfter etwas von mir zu hören geben. Ich versprech’s nicht, aber ich gebe mein Bestes :)

Erfahrungen

Nur noch insgesamt drei Wochen Berufsschule, dann Prüfungen, und dann soll alles vorbei sein?
Ich nehme aus dieser Zeit sehr viel mit. Vieles was ich unter „Erfahrungen“ abgestempelt habe oder immer noch daran knabbere.

Das Wetter ist schön, ich sollte mir nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Und doch macht dieser das von ganz alleine. Ich brauche gar nicht viel tun und alle Symptome sind wieder da. Entweder ich lerne damit zu leben oder ich kämpfe dagegen an. Im Moment kann ich beides nicht.

Genießt die Sonne und vergesst die Uhr morgen nicht.

Spaß machen, soll es.

So, ich belaste euch jetzt mal mit meinen Zukunftsplänen, ob ihr sie hören wollt oder nicht. Oder ob ich sie überhaupt hören will…oder nicht.
Nächstes Jahr um diese Zeit bin ich schon längst fertig mit der Ausbildung und hab eine Chance auf eine 1-Järhige Übernahme. Was an sich nicht schlecht ist und ich auf jeden Fall im Auge behalten. Trotzdem denk ich mir in letzter Zeit viel zu oft: ‚Warum hast du jetzt eigentlich nochmal Abi gemacht?‘ Also schwirren mir die Worte Studium und Uni in letzter Zeit öfter durch den Kopf als Ausbildung oder Abschlussprüfung.
Also habe ich mich informiert. Skandinavistik sagt mir sehr zu. Und nachdem ich mich endlich durch das Unigefasel gekämpft habe, habe ich nun verstanden, dass ich noch ein 2. Fach machen muss. Die, die zur Auswahl stehen, sind jetzt nicht wirklich der Hammer. Das einzige, was da noch interessant für mich wäre, wäre vielleicht Germanistik oder Geographie. Obwohl Geographie ja nicht Erdkunde ist, das hat mir schon mein Geo-Lehrer in der 11. Klasse gesagt. Aber interessant ist es trotzdem. Und Germanistik? Ich weiß nicht, zwei Sprachwissenschaften auf einmal? Ich bin verwirrt.
Und werde mich nächste Woche wahrscheinlich sowieso schon wieder umentscheiden und was ganz anderes machen wollen. Obwohl ich doch immer wieder auf die Skandinavistik zurückkomme.