Der Alkohol und ich

Mai13-014Mir geht es in letzter Zeit nicht sonderlich gut, ich fühle mich ziemlich allein, obwohl ich es wahrscheinlich nicht mal bin. Aber Einsamkeit kann man auch empfinden, wenn man von Menschen umgeben ist.
Und so saß ich nun schon das eine oder andere Mal alleine rum und meine Gedanken flüsterten mir: ‚Betrink‘ dich doch einfach!‘ Und ich dachte zu mir selber: ‚Warum eigentlich nicht?‘
Warum nicht? Ich habe vom Alkohol abgeschworen und das nun schon seit 4 Jahren. Ich habe Alkohol getrunken, aber immer nur in Maßen, nur zwei Mal wurde aus dem ß ein ss. Und das endete beide Mal nicht schön. Aber nicht nur deswegen habe ich mich davon losgelöst.
Ich habe Angst davor. Ich habe Angst vorm Alkohol. Ich habe Angst vor alkoholisierten Menschen. Ich gehe nicht gerne zu feiern, weil es eben genau dort von denen so viel wimmelt. Ich habe Angst davor, was der Alkohol mit einem macht. Ich habe Angst vor der Wahrheit die einige Menschen dann auf einmal ausplaudern. Ich habe Angst vor angeheiterten zu lustigen Menschen.
Und somit hätte ich also Angst vor mir selber, wenn ich mich jetzt betrinken würde. Obwohl es mir so viel einfacher vorkommen würde.
Aber ich lasse es. Bis jetzt!

Buchvorstellung

Hallo ihr Lieben da draußen vor den Bildschirmen dieser Welt.
Ich habe ein Problem, oder auch nicht. Ich weiß es noch nicht so richtig.
Könnt ihr euch vorstellen, dass ich noch nie in meinem Leben eine richtige Buchvorstellung gemacht habe? (Die eine da in der 4. oder 5. Klasse zählt nicht, denn ich kann mich nicht mal mehr an das Buch erinnern.)
Und nun kommt’s. Ende November kommt eine 8. Klasse in die Bibliothek und wir sollen ein paar Jugendbücher vorstellen. Nur kurz, 5 Minuten oder so. Also eigentlich nicht die Welt. Die Bücher habe ich mir auch schon rausgesucht und werde sie mir nächste Woche (URLAUB!) zu Gemüte führen.
Jetzt kommt meine Frage: Könnt ihr mir ein paar Tips geben, was man da so mit reinstecken muss und was zu beachten ist? Ich bin kein großer Redner und habe deswegen ein bisschen (aber wirklich nur ein bisschen) Bammel.
Ich wäre euch Bücherwürmern sehr dankbar :)

Abenteuer Tür

Auf sowas kommt man ja eigentlich nicht…aussperren, wenn man den Schlüssel doch hat.
Mittwoch Abend, ich komme später als sonst nach Hause (Veranstaltung auf Arbeit), schließe die Haustür auf, gehe an den Briefkasten (wieder nix drin), wunder mich, dass Hermes sich nicht gemeldet hat, gehe über den Hof, die Treppe rauf, stecke den Schlüssel in die Wohnungstür, schließe auf, drücke dagegen…und zack, es bewegt sich gar nichts. Leichte Schwere Panik bricht in mir aus. Der Gedanke, dass jemand mich veräppeln will und die Tür zu hält, kommt mir in den Sinn, aber ich verwerfe ihn gleich (Wer besucht mich schon mitten in der Woche? Wer besucht mich überhaupt?). Als erstes Mama anrufen. „Ich krieg die Tür nicht auf!!!!“ – „Frag doch deinen Nachbarn!“ – „Was soll der denn da bitte machen?.“ Dann Hausmeister angerufen und ca. 10 Minuten gewartet. Er kriegt die Tür auch nicht auf. Ich müsste einen Schlüsseldienst rufen, mach ich, ich will ja in meine Wohnung. Schlüsseldienst hat keinen mehr frei, bei anderen Nummern geht keiner ran. Die schwere Panik gerät leicht außer Kontrolle…ich versuche Leute anzurufen (naja eigentlich nur eine Person, ich kenn ja sonst keinen hier)…nicht da. Wo soll ich nur hin? Abends, im Dunkeln, mit den Sachen, mit denen ich schon früh auf Arbeit gegangen bin. Ich war verzweifelt und frustriert. Der Hausmeister hat eine kleine Pension Zuhause. Gut, schlaf ich da, was bleibt mir auch anderes übrig. Ich bekomme Abendessen, was zu trinken, Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta. Als ich alleine war, heulte ich die ganze Zeit verzweifelt, meine Nerven versteckten sich wahrscheinlich in der Wohnung, bei mir waren sie jedenfalls nicht. Ich konnte mich auf nichts mehr konzentrieren, kein Fernsehen, kein Buch (als Bibliotheksmensch muss man sowas wahrscheinlich immer dabei haben), rein gar nichts. Mein Akku des hochmodernen Smartphones machte mir auch zu schaffen.
Schlaf bekam ich nicht viel, ich schlummerte wahrscheinlich nur vor mich hin. Es war mir alles zu fremd und zu plötzlich und ich fand das alles überhaupt nicht lustig. Mein TShirt war mir zu eng, aber wer denkt denn auch bitte morgens daran, dass man abends eventuell in dem TShirt schlafen muss? Niemand. Genau.
Früh duschen, punkt um 8 den Vermieter anrufen…Wartemusik, Erklärungen, nochmal Wartemusik. Sie schicken mir einen Schlosser, die Firma meldet sich bei mir. Und das tat sie, zeitnah. Ich aus der Pension raus. Wo bin ich eigentlich? Und wie um Himmels Willen komme ich zur Straßenbahn? Ich fragte ganz nett eine Frau und wahrscheinlich muss ich so verzweifelt ausgesehen haben, dass sie mir gerne antwortete.
Vor der Haustür stand schon das rote Auto. „Du bist also die Glückliche?“ Was die Leute als Glück bezeichnen, Wahnsinn! Er fummelte an der Tür, ein bisschen Draht hier, ein bisschen Draht da, und zack, ging die Tür auf. Mir entfleuchte ein: „Wohnung!“ und der Mann muss mich wohl für geisteskrank gehalten haben.
Ich hatte sie wieder, meine Wohnung. Und noch nie wahr ich erleichterter darüber, als heute. (Und noch nie wurde mir bewusst, wir sehr ich diese Stadt nicht mag.)
Home sweet home.

don’t want to be abandoned

Es gibt Tage da will man unbedingt alleine sein. Und es gibt Tage da will man unbedingt nicht alleine sein. Und ist es trotzdem.
Mein Pessimismus ist mit starken Wehen wieder zurückgekehrt. Das Leben war für einen kurzen Moment schön. Wie konnte ich glauben, dass es für immer anhalten würde. Nicht einmal 6 Monate hat mein Vorsatz gehalten. Ich glaube, man muss mit den Enttäuschungen des Lebens alleine klarkommen.

Nicht alle sind glücklich,
die glücklich erscheinen.
Der Clown wird lachen,
um nicht zu weinen.

Ich überspiele mich selber sehr gerne. Ich sage nie, wie es mir im Moment gerade wirklich geht. In diesen Momenten bin ich der größte Lügner der Welt.

Kommt dir ein Schmerz,
verrat ihn nicht.
Verbirg vor Menschen dein Gesicht,
sei froh, wenn sie vorübergehen
und nichts von deinen Tränen sehen.

Auch im Moment ist nicht alles feine heile Welt. Und ich weiß, dass es welche wissen. Und ich habe Angst. Ich habe Angst davor gerade diese zu verlieren. Es kann nicht mehr lange dauern. Irgendwann sind sie weg. Die wenigen Guten. Bis niemand mehr da ist. Und dann wird aus der ehemals strahlenden Blume, die sich fröhlich im Wind wiegen kann, eine welke olle Blume, die den Kopf hängen lässt und einfach nur darauf wartet, dass es regnet. Oder…dass sie jemand gießt.