Der Alkohol und ich

Mai13-014Mir geht es in letzter Zeit nicht sonderlich gut, ich fühle mich ziemlich allein, obwohl ich es wahrscheinlich nicht mal bin. Aber Einsamkeit kann man auch empfinden, wenn man von Menschen umgeben ist.
Und so saß ich nun schon das eine oder andere Mal alleine rum und meine Gedanken flüsterten mir: ‚Betrink‘ dich doch einfach!‘ Und ich dachte zu mir selber: ‚Warum eigentlich nicht?‘
Warum nicht? Ich habe vom Alkohol abgeschworen und das nun schon seit 4 Jahren. Ich habe Alkohol getrunken, aber immer nur in Maßen, nur zwei Mal wurde aus dem ß ein ss. Und das endete beide Mal nicht schön. Aber nicht nur deswegen habe ich mich davon losgelöst.
Ich habe Angst davor. Ich habe Angst vorm Alkohol. Ich habe Angst vor alkoholisierten Menschen. Ich gehe nicht gerne zu feiern, weil es eben genau dort von denen so viel wimmelt. Ich habe Angst davor, was der Alkohol mit einem macht. Ich habe Angst vor der Wahrheit die einige Menschen dann auf einmal ausplaudern. Ich habe Angst vor angeheiterten zu lustigen Menschen.
Und somit hätte ich also Angst vor mir selber, wenn ich mich jetzt betrinken würde. Obwohl es mir so viel einfacher vorkommen würde.
Aber ich lasse es. Bis jetzt!

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Was meine Welt bewegt.

Als ich so an der Straßenbahnhaltestelle stand, ist mir aufgefallen, dass das Rollstuhl-Piktogramm irgendwie komisch aussieht. Ein sitzender Mensch und ein dreiviertel Kreis unterm Hintern. Hab ich vorher nie so drauf geachtet.

Meine Wohnung ist nach anderthalb Wochen annähernd warm. Die Heizung war kaputt. Also nicht die Heizung, sondern irgendein blöder Kessel. Anscheinend haben sie es jetzt in den Griff bekommen. Der Vermieter konnte meinen Namen schon nicht mehr hören.

An einem Tag wird man von allen Seiten unterstützt in seinen Plänen für die Zukunft. Am nächsten Tag kommen dann Fragen wie: „Und was machst du damit? Was bist du danach? Kann man damit Geld verdienen? Willst du nicht lieber noch ein Jahr arbeiten?“ Warum stellen sie das immer alles wieder in Frage, wenn ich doch selber nicht weiß, was ich machen soll. Und nochmal: Ich habe gelernt, dass man das machen soll, was einem Spaß macht. Ich studier doch nicht irgendwas, nur um auf der Karriereleiter hochzusteigen und eine Menge Kohle zu verdienen. Ich muss ja zugeben, dass mir Karriere eigentlich ziemlich Schnuppe ist.

Mich nervt es, dass man wegen seiner Mentalität immer anders bewertet wird. Ich bin ruhiger als andere und mir wird in den verschiedensten Lebenssituationen genau das zur Last gelegt. Ich werde schlechter benotet, weil ich nicht so viel quatsche sondern einfach nur kurz zustimme. Meiner Meinung nach völlig ausreichend. Für manche Leute anscheinend nicht. Mich regt es einfach auf. Ich kann meine Mentalität nicht ändern. Und will es auch nicht.

Alkohol ist eindeutig nicht gut für mich. Nach einem Gläschen Ouzo beim Griechen war mir schummrig. Da ich in letzter Zeit oft kalte Hände und Füße habe (dauerhaft), wurde mir ein halbes Glas Sekt hingestellt. Die Folge: mir war zwar warm, aber dafür auch schlecht und ich konnte nicht einschlafen. Ich bleib also dabei: Alkohol ist doof.

Und zu guter Letzt: Ein Wasserrohrbruch in einer Buchhandlung ist nicht so prickelnd.