Nur ein kleines Mädchen, ein Hühnchen ohne Federn!

Februar13-063Spontanausflug zum Schloss Moritzburg. Na? Wem sagt es was?
Genau, das Schloss war ein Drehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und es präsentierte sich genau, wie es im Film zu sehen ist. Obwohl, so genau stimmt das gar nicht. Zu den Dreharbeiten vor 40 Jahren lag nämlich gar kein Schnee. Der See war zwar zugefroren, sah aber pechschwarz aus. So mussten alle möglichen Leute darauf Schlittschuh laufen, um die Obberfläche weiß zu machen. Schon damals haben sie getrickst.
Und woher weiß ich das? Im Schloss befindet sich eine Ausstellung dazu. War gut gemacht, wenn auch nicht vom Hocker reißend. Es gab neben irrren Pferden (siehe Bild) alle möglichen Kostüme (alle nachgeschneidert) und Informationen. Auch den Schuh, den Aschenbrödel verloren hatte, war auf der Treppe. Allerdings auf linken, auf der falschen Treppe. Denn die rechte war mit Gerüsten bedeckt.
Im Café des Schlosses habe ich den Player gefunden, in dem der Track 1 auf Repeat lief. Nach einer Weile kann man davon echt bekloppt werden ;) (wie das Pferd)
Februar13-018 Februar13-027 Februar13-044Ansonsten ein kurzes Update: Mir geht es ganz gut. Abgesehen vom den Verspannungen (zumindestens denke ich, dass es welche sind) im linken Schulter- und Brustbereich, die äußerst schmerzhaft sein können. Ich muss aufpassen, wie ich mich bewege. Und wenn mir noch jemand das Gehirn reparieren könnte, wäre ich auch glücklicher. Aber was soll ich machen? Von alleine kommt keiner und sagt: „Hey, was los? Sprich dich aus.“ Mit mir spricht anscheinend sowieso keiner mehr so richtig. Warum auch? Franziska kriegt schon irgendwie über 100 Ecken mit, was nun Sache ist.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, ich muss jetzt erstmal die letzte Lindenstraße-Folge mit hohem Heulfaktor verdauen. Macht’s gut.

Advertisements

Jahresrückblick 2012

Wie im letzten Jahr möchte ich auch dieses Jahr einen bebilderten Jahresrückblick machen. Denn Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

Liebes 2012,
so habe ich dich erlebt.
011Gleich zu Anfang des Jahres stand die größte Veränderung an. Und ich werde sie nie bereuen.
012~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

021Praktika über Praktika. Buchhandlung: gesäßkalt, wegen Wasserrohrbruch. Archiv: gesäßkalt, wegen knastartigem Magazin.022~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

031Endlich mal wieder dem Hobby fröhnen und eine (oder gleich mehrere) Musicalveranstaltung beiwohnen.
032~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
041Neues Leben gesehen und für die Zukunft gelernt.042~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

051Wieder ein Jahr älter geworden, Prüfungen geschrieben.032~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

061Das Ohne-Sorge-Schloss besucht und ein anderes nach der Prüfung gesucht.062~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

071In den letzten Zügen der Ausbildung, Kinder bespaßt, Diabolo spielen gelernt, am heißesten Tag im Jahr unsinniger Weise draußen gewesen.072~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

081Neue alte Arbeitsstelle (wieder) aufgenommen. Ansonsten ziemliche Leere im Kopf.082~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

09Komplette Leere, nicht mal ein vernünftiges Bild habe ich hinbekommen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

101Zwei Regentage in Hamburg, Suche nach Heimat.102~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

111Dunkel, kalt, nass.112~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

121Er fing nicht schön an, wurde aber etwas besser.122

Liebes 2013,
ich würde mir sehr wünschen, dass du besser wirst. Und das sich der Schleier in meinem Kopf endlich wieder hebt.
Danke.

Hallo September

Mir geht der Sommer auf den Keks. Ich hab ihn ganz schön satt. Wenn ich Urlaub habe, ist schlechtes Wetter. Wenn ich arbeite, schmelze ich mitsamt Bücher dahin.
Ich freue mich auf den Herbst, auf die bunten Blätter, auf die Stimmung, die auch zu meiner passt.
„Mama, ich habe seit einer Woche starke Kopfschmerzen, Tabletten helfen nicht mehr und ein Rauschen in den Ohren kommt nun auch noch hinzu.“ – „Bist du etwas auch mit den Nerven am Ende?“ – „Anscheinend.“
Es war viel los in diesem Jahr, und es ist noch nicht zu Ende. Aber auf mich wurde nicht geschaut, andere waren wichtiger. Erst jetzt merken sie, dass da etwas nicht stimmt.
Aber ich finde wieder zu der Person, die ich einmal war. Ich lese wieder, ich nehme mir Zeit für mich. Oder ich versuche es zumindest.
Aber Spuren bleiben immer.


PS: Instagram ist toll! (Und mein neues Smartphone auch!)

Jahresrückblick 2011

Ich finde ja den Jahreswechsel im Allgemeinen überflüssig, aber einen kleinen Rückblick über das vergangene Jahr kann man ja trotzdem mal wagen. Heute mal in Bildern.

Januar

Das Austesten der neuen Kamera stand natürlich ganz vorne. Daneben wurden die nächsten Bände von Harry Potter verschlungen.

Februar

Zum Belächeln gab es eigentlich nicht viel. Vor allem, wenn man am 14. Februar einfach nur Schuhe kaufen will und doch von der Verkäuferin dumm wegen Valentinstag angemacht wird. Es ist nicht wirklich mein Lieblingstag.

März

Wenn auf einmal Stühle auf der Straße stehen.

April

Ein bisschen durchatmen, sehen was kommt.

Mai

Ein schöner Wochenendtrip nach Amsterdam, das 2. Jahrzehnt im Leben begrüßt.

Juni

Für andere dagewesen, aber nicht für mich.

Juli

Besuch im Westen, im Theater und „mit“ mir selber.

August

1x Schweden ohne Rückfahrticket, bitte!

September

Der September war irgendwie … blank. Weiß nicht mehr, was da so war.

Oktober

Hamburg, Heimat und ein bisschen Schokolade im Haar.

November

Nebel – überall.

Dezember

Schweden, die Zweite. Mit sportlichen Höhepunkten und persönlichen Hürden.

Weil es Heimat ist

In meinem Fall ist es ganz klar: Als ich ausgezogen bin, habe ich meine Heimat um so mehr schätzen gelernt, als ich es früher je getan habe. Umso saurer, genervter und beleidigter reagiere ich auch auf böse Worte gegen die Orte aus denen ich komme und in denen ich aufgewachsen sind. Mittlerweile kann ich auch keine Stadtkinder mehr leiden, die denken, die Welt dreht sich nur um ihre Stadt. Ich weiß gar nicht, warum es mich damals so sehr in eine Stadt gezogen hat. Ich will dort eindeutig nicht mehr leben. Diese Anonymität, diese Aroganz, diese Einbildung auf etwas Besseres. Ich will ja nicht sagen, dass die Dorfkinder besser sind. Aber es ist alles familiärer. Und man hält zusammen…und ist nicht dagegen. Ich mag das Land und kann es mir auch nicht mehr vorstellen, für immer in einer Stadt zu leben. Für eine Zeit geht das. Aber nicht für immer.
Und nachfolgende Bilder erweisen vielleicht einen Einblick, warum ich grade zu den Texten komme. Vielleicht liegt es am Herbst, aber vielleicht auch an der Heimat.

Im Moment

Dinge, die ich mag:
– abends mit einer Tasse Tee im Bett sitzen und etwas Schnulziges gucken
– im Einstellraum im Stockdunkeln stehen und warten, bis das Licht vom Fahrstuhl kommt
– „Harry Potter und der Orden des Phönix“ spielen und dabei seit langem mal wieder die Zeit vergessen
– umräumen in der 32m²-Wohnung
– Sachen finden, die die Leser suchen
– Spätdienst, da ist alles irgendwie gelassener
– ausschlafen und am nächsten Morgen von der Sonne geblendet werden
– Ente und Simba: die Tröster, die da sind, wenn man sie braucht

Dinge, die ich nicht mag:
– zugeben, dass Smartphones gar nicht sooo schlimm sind
– keine schönen Fotomotive zu haben
– alleine sein