I like being alone

Ja, so sieht’s in meinem Inneren aus. Genau so.

Ich hatte immer keine Worte um es zu beschreiben, aber diese treffen es doch ganz gut.
Es ist schlimm, wenn man sich selber dabei beobachten kann, wie man sich verändert. Wie in einem Film, man beobachtet sein eigenes Leben und sieht wie es bergab oder bergauf geht.
Mir sind vorher die Veränderungen nie bewusst gewesen, ich hab sie einfach hingenommen. Doch nun entdecke ich meine eigene Stimme, meinen eigenen Willen. Mir passt nicht mehr alles, was andere machen oder sagen, ich möchte mein eigenes Leben leben. Aber das ist einfacher gesagt, als getan.
Momentan kann ich mich auf nichts konzentrieren, meine Gedanken sind überall und nirgends. Manchmal tagträume ich so sehr vor mich hin, dass ich mich nicht mal mehr an meinen Arbeits- oder Nachhauseweg erinnern kann, ich weiß partout nicht, wie ich auf einmal vor der jeweiligen Tür landen konnte.
Auch auf Gespräche kann ich mich nicht mehr konzentrieren, ich nicke und höre irgendwie auch zu, aber mittendrin merke ich: Shit, was wurde da grad geredet? Komischerweise weiß ich allerdings dann aber auch die richtigen Antworten.
Was meine Arbeit angeht, bin ich aber hochkonzentriert und gebe mein bestes um nicht einen Fehler zu machen. Wahrscheinlich denkt sich mein Kopf da: Hier darfst du es nicht verkacken, hier hängt zu viel dran. Aber Zuhause ist egal, da kannste machen, was du willst.
Und das macht mein Körper anscheinend auch. Erst wird ihm schwindelig, dann hat er Schmerzen und dann lässt er mich nicht ausschlafen. Beispielsweise hätte ich heute normal schlafen können, auch wenn ich Samstagdienst habe, aber bis mindestens acht hätte ich schlafen können. Wann war ich wach? Viertel sechs. Ich hab versucht wieder in den Schlaf zu finden, aber mehr als vor mich hindösen konnte ich nicht. Also hab ich mir Serien angemacht. Ich war todmüde und konnte doch nicht schlafen. Das ist das Fieseste, was es überhaupt gibt. Den einen Tag hab ich mich auf Arbeit im Spiegel gesehen und mich tierisch erschrocken. Ich sehe aus, wie ein Zombie. Einen genaueren Blick in den Spiegel hab ich seitdem nicht mehr gewagt, ich habe tatsächlich Angst vor mir selber.
Dafür konzentrier ich mich einfach auf andere Dinge (soweit es geht). Auf Serien (ja ich weiß!) und auf die anstehende Reise. Für letztere bin ich übrigens bereit, alle Vorkehrungen sind getroffen, ich brauch im Prinzip nur noch losfliegen. Das macht mich zwar etwas nervös, aber angenehm nervös, aufregend nervös.
Das soll’s gewesen sein, als kurze Meldung von mir. Mir geht’s gut, nicht so wie ich mir das vorstelle, aber doch okay.
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3 Kommentare zu “I like being alone

  1. hach…das kenn ich auch mit dem Tagträumen. Ich höre ja immer Musik auf dem Heimweg…und dazu lässt es sich so schön fantasieren.. ^^‘
    Und mit den Gesprächen kenn ich auch nur zu gut. Es ist seltsam, aber das Hirn muss trotzdem irgendwas aufnehmen wenn man noch antworten kann, richtig antworten. Oo Gruselig. Oder? ^^

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