Der Alkohol und ich

Mai13-014Mir geht es in letzter Zeit nicht sonderlich gut, ich fühle mich ziemlich allein, obwohl ich es wahrscheinlich nicht mal bin. Aber Einsamkeit kann man auch empfinden, wenn man von Menschen umgeben ist.
Und so saß ich nun schon das eine oder andere Mal alleine rum und meine Gedanken flüsterten mir: ‚Betrink‘ dich doch einfach!‘ Und ich dachte zu mir selber: ‚Warum eigentlich nicht?‘
Warum nicht? Ich habe vom Alkohol abgeschworen und das nun schon seit 4 Jahren. Ich habe Alkohol getrunken, aber immer nur in Maßen, nur zwei Mal wurde aus dem ß ein ss. Und das endete beide Mal nicht schön. Aber nicht nur deswegen habe ich mich davon losgelöst.
Ich habe Angst davor. Ich habe Angst vorm Alkohol. Ich habe Angst vor alkoholisierten Menschen. Ich gehe nicht gerne zu feiern, weil es eben genau dort von denen so viel wimmelt. Ich habe Angst davor, was der Alkohol mit einem macht. Ich habe Angst vor der Wahrheit die einige Menschen dann auf einmal ausplaudern. Ich habe Angst vor angeheiterten zu lustigen Menschen.
Und somit hätte ich also Angst vor mir selber, wenn ich mich jetzt betrinken würde. Obwohl es mir so viel einfacher vorkommen würde.
Aber ich lasse es. Bis jetzt!

Advertisements

5 Kommentare zu “Der Alkohol und ich

  1. Dann hast du wohl einfach die falschen Erfahrungen gemacht. Und wenn man selbst viel zu viel trinkt, ist das zwar eine schlechte Erfahrung, aber eine, aus der man lernt!
    Und trinken und betrinken ist ein Unterschied; ein Glas Wein am Abend kann beruhigend wirken. Das kannst du ja ruhig mal ausprobieren :)

  2. Na wenn es dir eh nicht schmeckt, brauchst du es auch nicht auszuprobieren, dann macht es ja keinen Sinn, Obwohl es süße Sachen gibt (wie dieser Hugo Jive), die nach Holunder-Brause schmecken.
    Aber dann lass es einfach. Manche Dinge muss man ja nicht probieren, nur weil andere sie beruhigend finden, wie rauchen zum Beispiel.

  3. Liebe Franzi, ich bauche es dir nicht sagen, weil ich weiß, dass du vernünftig bist, aber ich sage es trotzdem: in deiner Situation ist der Griff zum Alkohol absolut fatal, selbst nur ein Glas Wein zu Beruhigung. Mal abgesehen davon, dass dieses eine Glas wissenschaftlich erwiesen nicht die Beruhigung erzeugt, die sich viele dabei einbilden. Ich weiß, was dein Ziel ist: du willst abschalten im Kopf. Aber das ist nicht der richtige Weg. Es ist nur ein Weg der einfach scheint, davon darfst du dich nicht locken lassen.

    • Nach 4 Jahren werde ich auch nicht mehr zum Glas greifen, dazu bin ich dann wirklich vernünftig. Ich habe andere Wege zum Abschalten gefunden: lesen, Serien gucken, Postkarten und Briefe schreiben.
      Aber manchmal hat man echt komische Gedanken, von denen man weiß, sie sind nicht richtig, aber man hat sie trotzdem.
      Danke dir, liebe Cathrin :)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s