Nonexistent

Folgendes „Gespräch“ wurde brüllender Weise durchgeführt, als Teil einer großen Brüllerei:

„Warum hast du denn Angst vor mir?“
„Warum ich Angst vor dir habe? Achtzehnter elfter zweitausendelf. Du hast mich angebrüllt und ich hab dir gesagt, dass ich doch nichts dafür kann, dass ich krank im Kopf bin und da hast du gesagt, das bilde ich mir doch nur ein.“
„Na dann hatte ich wohl recht.“

Das war der erlösende Moment. Der Moment, bei dem ich endlich wusste, was ich ihm wert bin. Danach erinnere ich mich nur noch an meinen Bruder, der mir das Messer aus der Hand nimmt (ich war beim Kartoffel schälen), weil ich am ganzen Leib zitterte und gleichzeitig verkrampfte. Der Zusammenbruch folgte gleich darauf.

Für mich existiert er nicht mehr. Er ist gestorben für mich. Ihm ist seine Familie nichts mehr wert, das hat er uns heute klar und deutlich zu verstehen gegeben.

Als Kind hat er mir einen Spruch mit auf dem Weg gegeben: „Nichtbeachtung ist des Menschens größter Feind.“
Nun kämpfe ich mit seinen Waffen.

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