ein guter Samstag

Messe13-126Es war wirklich ein guter Samstag, nach dem Samstag, der so vieles veränderte. Es war der beste Samstag seit langem. Ich habe gelacht und mich amüsiert. Ich habe Fotos gemacht, ich habe mir die Stadt angeguckt. Und ich habe für einen Tag das Es besiegt, dieses Biest in mir, das es mir unmöglich macht, mich normal zu verhalten. Es wollte öfters an die Oberfläche, aber ich habe es nicht gelassen. Ich möchte den schönen Samstag so in Erinnerung behalten, fröhlich und gelassen.
Doch der Sonntag macht schon wieder alles zunichte. Es lässt sich nicht einfach unterdrücken oder verjagen. Es ist immer da.

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Irgendwann.

September13-009„Natürlich bin ich nach wie vor besessen davon allein zu sein. Kein Dialog ist aufrichtiger oder verlogener als der mit sich selbst. Und einsam in einer Wohnung zu sitzen ist so viel unkomplizierter, als unter Menschen zu sein, die essen und trinken und lachen und so sehr am Leben sind, dass ihr Anblick schmerzt.“
aus „Splitterfasernackt“ von Lilly Lindner

Wahre Worte, wahre Worte.
Ja ich weiß, meine Beiträge sprühen in letzter Zeit nicht wirklich vor Freude. Aber wenn mir doch mal gerade nicht nach Freude ist, sondern eher nach Wut und Traurigkeit.
Ich gebe mein bestes um mich selber bei Laune zu halten. Ich versuche Sachen zu machen, die Spaß machen könnten. Ich hab sogar noch ein Häkelprojekt im Kopf, vielleicht fange ich damit auch noch an. Irgendwann.
Aber bis dahin kann noch viel passieren.

Nonexistent #2

Wenn ich mir den letzten Beitrag so durchlese, kommt er mir ziemlich hart vor.
Aber ich meine Jedes. Verdammte. Wort. Davon.

Mit einigem Abstand (unter anderem auch einem Örtlichen) bereue ich nicht ein Wort davon. Es wurde das ganze Wochenende nicht besser. Er hat sich sogar beschwert, dass ich ihn nicht beachte. Er hat nicht begriffen, was er mir angetan hat, was er uns angetan hat. Und er muss nun mit den Konsequenzen leben. Ich werde nicht mehr nach Hause kommen, solange er da ist, mein Kleiderschrank ist voll, das reicht für ein paar Wochen. Auch sagt er, er weiß nicht warum er für uns überhaupt noch etwas tun sollte.
Es sind so Kleinigkeiten, die nun alle zusammenkommen und uns langsam aber sicher auffressen. Ich hab heute Plusstunden genommen, weil ich vor Kopfschmerzen kaum gucken konnte, ich versuche nicht daran zu denken, ich muss ja irgendwie arbeiten. Arbeiten lenkt ab. Liebe Geschenke lenken ab. Postkarten schreiben lenkt ab.
Für mich heißt es nur noch warten. Warten was kommt.

Well I’m scared of what’s behind
and what’s before.

Nonexistent

Folgendes „Gespräch“ wurde brüllender Weise durchgeführt, als Teil einer großen Brüllerei:

„Warum hast du denn Angst vor mir?“
„Warum ich Angst vor dir habe? Achtzehnter elfter zweitausendelf. Du hast mich angebrüllt und ich hab dir gesagt, dass ich doch nichts dafür kann, dass ich krank im Kopf bin und da hast du gesagt, das bilde ich mir doch nur ein.“
„Na dann hatte ich wohl recht.“

Das war der erlösende Moment. Der Moment, bei dem ich endlich wusste, was ich ihm wert bin. Danach erinnere ich mich nur noch an meinen Bruder, der mir das Messer aus der Hand nimmt (ich war beim Kartoffel schälen), weil ich am ganzen Leib zitterte und gleichzeitig verkrampfte. Der Zusammenbruch folgte gleich darauf.

Für mich existiert er nicht mehr. Er ist gestorben für mich. Ihm ist seine Familie nichts mehr wert, das hat er uns heute klar und deutlich zu verstehen gegeben.

Als Kind hat er mir einen Spruch mit auf dem Weg gegeben: „Nichtbeachtung ist des Menschens größter Feind.“
Nun kämpfe ich mit seinen Waffen.

Rezension: „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ von Sven Hannawald

September13-011Ich bin ein interessierter Wintersportfan, was das Angucken angeht. Auch Skispringen verfolge ich nebenbei mit. Sven Hannawalds Höhenflug habe ich allerdings nur am Rande mitbekommen, da ich zu der Zeit wohl noch zu jung war. In der Saison 2000/2001 gewinnt er als erster in der Sportgeschichte alle vier Springen der Vierschanzentournee, sein Höhenflug. Danach geht es abwärts, noch ein paar Siege doch bald keine Kraft mehr für den Sport, es folgt der Absturz, das Burn-Out. Nach langen Jahren und Therapien ist er wieder im Leben angekommen.
In dem Buch beschreibt er seine Kindheit in der DDR, im Erzgebirge, wo er schon früh für sich selber Verantwortung tragen muss und später im Sportinternat untergebracht wird. Nach der Wende geht er in eine Sportschule in den Schwarzwald und danach beginnt seine Karriere als Skisprungwunder.
Gespickt ist das Buch mit allerhand Skisprungwissen, wahrscheinlich kann ich nun theoretisch auch von so einer Schanze springen, wäre da nicht so eine lästige Höhenangst.
Es hat mir mehr persönliches gefehlt. Das Interview mit seiner Therapeutin über die Krankheit ging schon in diese Richtung, doch sonst kam da nicht viel. Vieles weiß man sicherlich schon aus der Presse, nur dass man es jetzt nochmal aus erster Hand hat.
Alles in allem eine interessante Autobiographie, die sich vor allem durch die vielen Bilder schnell lesen lässt, aber wo es doch an ein bisschen Persönlichkeit fehlt.
September13-012

tasted funny

Ich habe endlich eine neue Serie für mich entdeckt und höchstwahrscheinlich kennen sie schon alle. Am Anfang mochte ich sie nämlich so gar nicht und das hatte höchstwahrscheinlich wieder einmal etwas mit den Synchronstimmen und überhaupt mit dem „Unenglischen“ zu tun. Aber nun ist „The Big Bang Theory“ mein =) Und wenn es ein paar Staffeln im Laden sogar im Angebot gibt, sag ich doch nicht nein.
Gestern Abend habe ich mich weggeschmissen und das kommt echt nicht oft vor. Meistens lache ich bei Filmen/Serien nur in Gesellschaft und selten nur für mich allein. Aber hier konnte ich einfach nicht mehr:

Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen =D