Ein Klavier, ein Klavier

Ludovico Einaudi? Hand aufs Herz! Wer kennt ihn?
Ich habe ihn durch meinen Onkel kennen und lieben gelernt. Es gibt nichts besseres, als ihn auf den Ohren, Zug zu fahren und in die Landschaft zu schauen. Einfach die Seele baumeln lassen.
Und dann gucke ich eines Tages „Ziemlich beste Freunde“ (sehr schöner Film!) und denke mir so: ‚Das Klavier kommt dir aber bekannt vor.‘ Da war es der Herr Einaudi. Noch ein Grund mehr den Film zu mögen.
Hört ihn euch mal an, er ist wirklich genial.


Und es gibt noch so viel mehr von ihm =)

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Wusstet ihr schon? #7

Ich lache nicht bei Büchern
Höchstens schmunzeln. Aber ich habe noch nie bei einem Buch gelacht. Ich denke vielleicht ‚Joah, das ist lustig.‘ Aber dass ich jetzt dasitzen würde und lauthals brülle oder auch nur kichere, ist mir noch nicht vorgekommen. Zum Beispiel hat ich es jetzt mit einem Kaminer probiert, da mir immer wieder gesagt wurde, wie toll und lustig er sei. Und die ganzen knapp 200 Seiten habe ich mich nur beschwert (Tut mir leid Umwelt): „Das ist nicht lustig! Das ist unlustig!“ Ich weiß nicht warum das so ist. Denn wenn die Bücher traurig sind, weine ich wie ein Schlosshund, so doll, dass ich teilweise nicht mehr weiterlesen kann. Aber ich lache nie. Ich bin ein komischer Leser.

Für mich gibt es den Status „beste Freundin“ nicht
Vielleicht gab es ihn mal, aber im Moment habe ich das Gefühl zwar Freunde zu haben, aber keine so guten, dass ich sagen würde: für die lasse ich alles stehen oder ich weiß, dass sie für mich da sind, wenn ich sie wirklich brauche. Das klingt wahnsinnig traurig und einsam. Traurig nein, einsam teils. Ich hab mich schlicht und weg damit arrangiert. Ich möchte hier auch keinem wehtun, der vielleicht dachte, er wäre der beste Freund oder was weiß ich. Aber ich für mich habe diesen Status abgeschafft. Denn warum soll eine Freundin besser sein als eine andere? Freunde müssen nicht immer einer Meinung sein, sie müssen nur da sein, wenn sie sich gegenseitig brauchen. Und genau dieses Gefühl fehlt mir.

Ich liebe Briefe und Postkarten und alles was damit zusammenhängt
Gerade heute kam meine Briefmarkenbestellung an. Das klingt voll lahm, ich weiß. Aber mich macht es glücklich. Ich freue mich einen Brief zu schreiben, ihn mit schönen Sachen zu befüllen, die Adresse draufzukritzeln, und schöne Briefmarken draufzukleben. Den Brief in der Hand und das Gefühl ein bisschen von sich selber nun einem anderen zu schicken. Und dann die Vorstellung, was für eine Reise der Brief durchmachen wird, ob nun „nur“ durch Deutschland oder gar auf die andere Seite des Ozeans. Und aber auch andersrum das Gefühl den Briefkasten aufzumachen und Briefe leuchten sehen. Die frohe Erwartung, was da wohl drin sein mag.

wildes Wasser

Norwegen13-338Da denkst man, man ist zur Ruhe gekommen, fließt so vor sich hin, und da fährt man auf einmal schon wieder auf Wildwasser zu. Es geht zu schnell und ich habe die gute Stimmung wahrscheinlich auf die leichte Schulter genommen. Aber ich bin jetzt schlauer, ich kümmere mich gleich, versuche so schnell wie möglich einen Plan für die Zukunft zu haben. Zumindest einen vagen. Und vielleicht hören dann auch endlich die verstörenden Träume auf, in denen ich immer herzergreifend schluchze und weine. Und wer den Schluchz-Schmerz kennt, weiß das er heftig sein kann, so heftig, dass man aufwacht, obwohl man in Wirklichkeit ja eigentlich gar nicht geschluchzt hat.
Man muss in die Zukunft sehen, ich muss durch das Wildwasser durchrudern. Aber noch bin ich ja nicht mal direkt drin.

Gelesenes im Juli ’13

Wieder mal ein guter Monat, im Urlaub habe ich sogar ein paar dickere geschafft

1. Paolo Giordano : Die Einsamkeit der Primzahlen (364 S.)
Zwischen zwei Primzahlen ist immer mindestens eine andere „normale“ Zahl, sodass Primzahlen immer alleine stehen. Der Vergleich gefällt mir und genau so sind Alice und Mattia. An einem bestimmten Tag in ihrem Leben wurde alles anders und so schlengeln sie sich nun durchs Leben. Ein nachdenklicher mitfühlender Roman.

2. Katrhyn Erskine : Mockingbird (235 S.)
Caitlin ist 11 Jahre alt und leidet am Aspergersyndrom. Gefühle und Emotionen sind für sie große Rätsel. Ihre Bruder Devon hat ihr immer  geholfen, doch der ist auf einmal nicht mehr da. Ich habe schon mehrere Bücher über Autismus gelesen, aber das hier hat mich echt beeindruckt, vor allem weil es aus der Sicht von Caitlin geschrieben wurde, so versteht man es noch mehr. Dies war übrigens ein englisches Buch.

3. Marc Levy : Solange du da bist (277 S.)
Lauren liegt seit einem Autounfall im Koma, doch als Geist kann sie außerhalb ihres Körpers sein. Und der einzige, der sie sieht, ist Arthur. Und dann geht es um Leben und Tod. Vielleicht kennt ihr den Film, ich kannte ihn vorher auch, aber es war schon solange her, sodass ich mich nicht mehr wirklich daran erinnerte. Ein schönes Buch.

4. Cecelia Ahern : Solange du mich siehst (123 S.)
Ein kleines Büchlein mit zwei Kurzgeschichten. Für Zwischendurch wirklich ein schönes Buch.

5. Morgan Matson : Vergiss den Sommer nicht (478 S.)
Taylors Dad ist krank und möchte den letzten Sommer mit seiner Familie in ihrem Sommerhaus am Lake Phoenix verbringen. Taylor ist am Anfang nicht wirklich begeistert, vor allem als sie ihre Ex-Beste-Freundin und ihren Ex-Freund wieder trifft. Wieder ein total toller Roman von Morgan Matson, sie schreibt echt toll und ich kann sie echt jedem empfehlen.

6. Jojo Moyes : Me Before You (481 S.)
„Ein ganzes halbes Jahr“ auf Deutsch…und ich möchte gar nicht zu viele Worte darüber verlieren, lest es! Es ist echt besonders.

7. Chris Cleave : Gold (400 S.)
Zwei Bahnradfahrerinnen, die mal Konkurrenten und mal Freundinnen sind. Und dazwischen ein Geheimnis, das alles zerstören könnte. Mir hat dieses Buch von Chris Cleave sogar besser gefallen, als „Little Bee“. Und es hat was mit Olympia zu tun, für Olympia bin ich immer zu haben.

gelesene Bücher: 7
gelesene Seiten: 2358
gelesene Seiten pro Tag: 76