baaaack

Norwegen13-373Ich bin zurück aus Norwegen. Und schon schmilzt man hier in Deutschland dahin. Was soll das denn? Da muss man wieder arbeiten und schon schwitzt man, weil man mal eben ein Buch anhebt.
Aber Norwegen war fein. Ich habe mich erholt, habe gelesen (drei Bücher!), habe mich erholt, war wandern, habe Tiere beobachtet, habe den Schiffs- und Bottverkehr vor unserm Haus beobachtet, war auf dem Preikestolen, hatte Höhenangst, war furchtbar nervös, bin wieder gewandert, war auf dem Kjerag, klebte vor Angst am Felsen fest, habe mich vom Schock erholt, habe wieder gelesen und mich erholt. Alles in allem war es ein super Urlaub und wie es Urlaube so an sich haben, war er auch viel zu schnell vorbei.
Und da bin ich auch schon beim Thema Arbeit. Seit Montag arbeite ich in einer anderen Abteilung als Elternzeitvertretung (also erstmal Mutterschutz und dann Elternzeit, ihr wisst schon!). Nicht mehr in der kleinen Zweigstelle, sondern nun in der Einarbeitung. Bisher ist alles in Ordnung, obwohl ein bisschen die Menschen vermisse. Bisher saß ich nämlich nur im Büro, und ich mag das Büro, aber immer die gleichen vier Wände sehen, ist echt eintönig. Aber das ist nicht immer so, morgen darf ich wieder an die Verbuchung. Es ist eine Umstellung, aber es wird schon. Auch wenn ich bei meinem Besuch in der „alten“ Arbeit heute gemerkt habe, wie sehr ich es doch vermisse.
Aber wer hat heute schon noch eine Wahl? Hauptsache ich kann bleiben und ich habe Freude daran.

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Hei Norge!

Norge10-742Wenn dieser Beitrag hier erscheint, bin ich schon mitten in den Vorbereitungen für meine zwei Wochen mit der Familie in Norwegen. Und auch schon halb auf dem Weg. Es ist seit zwei Jahren ein Urlaub im Ausland und diesmal sogar ein vollständiger, wo ich nicht hinterherfliegen muss.
In diesen zwei Wochen werde ich einige Ängste überwinden müssen (Hilfe, ich besteige tatsächlich den Preikestolen!) und ich werde mich erholen, denn ich bin definitiv urlaubsreif!
Habt noch einen schönen Juli und lasst es euch gut gehen. Ich werde dies auf jeden Fall tun!
Ha det!

der letzte Tag

Das war er nun, der letzte Tag.
Wie immer aufgestanden, geduscht, gefrühstückt, zusammengepackt, Straßenbahn gefahren, gelaufen und aufgeschlossen. Heute brauchte ich nicht aufschließen, es war schon eine Klasse da, bzw. gerade am Gehen. Aber die nächste Klasse wartete nicht lange auf sich. 2. Klasse, Buchvorstellungen, entspannt. Dann noch ein bisschen aufräumen, Mittagspause. Ausleihe, Rücknahme, Anmeldungen, Ferien-Projekt, läuft alles. Bücher hier, Bücher dort. Alles wie immer. Die ersten Kollegen gehen, ich werde bis zum Schluss bleiben. Von allen höre ich ein großes Danke und ein „Wir werden dich vermissen.“ – „Aber ich bin doch nicht aus der Welt. Ich bleibe sogar in der Stadt.“ Ja, ich bleibe hier, noch ein weiteres Jahr. Dann das letzte Mal Computer ausschalten, Fenster kontrollieren, Stecker kontrollieren, das Rollo runterlassen, das Schild reinholen. Noch ein Drücker und das war’s.
Das war er, mein letzter Tag in der kleinen Zweigstelle am anderen Ende der Stadt. Und ich kann aufrichtig sagen: Ich werde es wirklich vermissen.

Das Leben

„Schau dir genau an, was um uns ist“, begann er, als die Wellen sich zu ihren Füßen brachen. „Schäumendes Wasser und die Erde, die sich davon nicht beeindrucken läßt; mächtige Berge, Bäume, das Licht, das jeder Minute des Tages einen anderen Schimmer, andere Farben verleiht; Vögel, die über unseren Köpfen kreisen; Fische, die versuchen, nicht den Möwen zur Beute zu fallen, während sie andere Fische jagen. Hör dir das harmonische Zusaamenspiel der Geräusche an, die Wellen, den Wind und das Surren des Strandes. Und inmitten dieser unglaublichen Symphonie von Leben und Materie stehen wir, du und ich und alle anderen Menschen.
Wie viele von ihnen sehen wohl, was ich dir gerade beschrieben habe? Wie viele sind sich jeden Morgen bewußt, was für ein Geschenk es ist, aufzuwachen und zu sehen, zu riechen, zu spüren, zu hören, zu empfinden? Wie viele von uns sind fähig, ihre Sorgen nur für einen Augenblick zu vergessen und dieses unglaubliche Schauspiel zu bewundern? Man möchte meinen, daß dem Menschen nichts weniger bewußt ist als sein eigenes Leben. […]“

aus „Solange du da bist“ von Marc Levy

Paris unterm Dom

Letzten Freitag war es soweit: es ging endlich mal wieder zu einem Musical. Und dann auch noch an einem besonderen Ort. Ganz ohne einem Dach über den Kopf, mit direktem Blick auf den Dom.
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Warm eingepackt waren wir, allerdings nicht ganz so gut vorbereitet, wie die anderen Besucher. Mit Decken z.B. Das nächste Mal sind wir schlauer.
Schön war’s. Das Musical-Herz schlug mal wieder ein wenig höher, nach so langer Zeit.
Und wenn man da im Dunkeln sitzt, „Das Lied des Volkes“ hört und der Dom dazu noch ein Farbspiel von sich gibt, muss man einfach dahinschmelzen.


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