Gelesenes im Juni ’13

Kaum ist der Kopf einigermaßen frei, klappt es auch wieder mit dem Lesen. Der Juni war ein guter Monat :)

1. Will Schwalbe : An diesem Tage lasen wir nicht weiter (384 S.)
Der Autor beschreibt die Krankheit (Bauchspeicheldrüsenkrebs) seiner Mutter, wie er sie erlebt und wie seine gesamte Familie damit umgeht, dass Mary Ann bald sterben wird. Den Lesetipp (in Form des Buches) habe ich von Julia bekommen und ich war echt beeindruckt. Zum einen geht um den Krebs und der Umgang damit. Zum anderen wird der kleine Leseclub, bestehend aus Will und seiner Mutter, beschrieben. Sie lasen oft die gleichen Bücher und besprachen sie gemeinsam. Mein Fälle wären es nicht unbedingt gewesen, aber ein paar Titel hatte ich sogar schon selber gelesen gehabt. Ein ergreifendes und beeindruckendes Buch.

2. Christos Yiannopoulos : Feta und Söhne (265 S.)
Adonis betrügt seine Frau Marie und es kommt zur Ehescheidung. Die anreisenden Eltern Adonis‘ aus Griechenland versuchen alles dagegen zu unternehmen. Mit äußerst merkwürdigen Mitteln. Ich weiß nicht, wahrscheinlich fehlt mir der Humor zu solchen Büchern, aber mein Fall war es nicht so ganz. Abgesehen vom Osterlamm, was immer hofft verschont zu bleiben ;)

3. John Green : Margos Spuren (335 S.)
John Green mutiert zu meinen Lieblingsautoren. Schon von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ war ich so begeistert. Und nun auch von diesem Buch.
In einer Nacht nimmt Margo Quentin mit auf Rachezug. Am nächsten Tag ist sie verschwunden. Quentin macht sich auf die Suche. Einfach nur schön!

4. Jenny Valentine : Kaputte Suppe (199 S.)
Rowan wird im Prinzip alleine gelassen. Nach dem Tod ihres älterem Bruders Jack kümmert sie sich alleine um den Haushalt, um ihre kleine Schwester Stroma (so süß) und geht nebenbei noch zur Schule. Ihre Mutter verkriecht sich, ihr Vater wohnt nicht mehr Zuhause. In einem Supermarkt gibt ein Junge ihr ein Fotonegativ, dass sie fallen gelassen haben soll. Hat sie aber nicht. Mit ihrer Freundin Bee entwickelt sie das Negativ. Und die Überraschung ist groß…
Ein sehr schönes Jugendbuch.

5. Michael J. Fox : Comeback (319 S.)
Ich hatte vorher von ihm nichts gesehen, erst in Scrubs ist er mir aufgefallen. Ich hab mich kundig gemacht und entdeckte seine Biografie. Hier beschreibt er sehr anschaulich von seinem Leben, seiner Karriere, seiner Familie und seiner Krankheit: Parkinson. Sehr interessant.

6. Rebecca Hunt : Mr. Chartwell (255 S.)
Esther vermietet ein Zimmer und ein Mr. Chartwell meldet sich. Wie sich herausstellt ist er ein schwarzer Hund. Und wie sich dann herausstellt verkörpert er die Depression. Die Handlung spielt 1964 und es werden die letzten Tage der beruflichen Karriere Winston Churchills beschrieben. Dieser litt nämlich sein Leben lang an Depressionen.
Am Anfang sagte mir das Buch überhaupt nicht zu. Erst später wurde es (für mich) besser. Und begann diesen blöden Köter zu verachten. Was er mit den Menschen machte und wie er auf sie einwirkte. So wie ich auch die Depression nicht mag.

7. Siobhan Dowd : Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort (367 S.)
Fergus ist 18 Jahre alt, macht gerade seinen Schulabschluss. Und lebt in Nordirland. Es ist das Jahr 1981 und es finden Unruhen und Hungerstreiks statt. Ich möchte nicht zu viel über das Buch verlieren, nur dass es einen schönen Schreibstil hatte, eine ergreifende Geschichte und einfach nur ein schönes Jugendbuch ist.

8. Mary Hooper : Geheimnisvolles Vermächtnis (380 S.)
Die Geschichte spielt im London des Jahres 1861, Grace ist 15 und lebt mit ihrer Schwester Lily als eine der Ärmsten in einem Elendsviertel. Jeden Tag müssen sie schauen, wo sie etwas zu essen herbekommen. Auch lesen sie nicht die Zeitungsannonce, die besagt, dass sie als reiche Erbinnen gesucht werden. Leider wissen das aber die Unwins, die Familie, bei der die Schwestern Zuflucht gefunden haben. Ein äußerst mitreißendes Buch. Wahnsinnig gut recherchiert und so realistisch geschrieben, dass man einfach mitfiebern muss. Einfach nur empfehlenswert.

gelesene Bücher: 8
gelesene Seiten: 2504
gelesene Seiten pro Tag: 83

Ich bin selber über mich erstaunt, acht volle Bücher. Da sieht man wirklich, wie es gehen kann, wenn es einem etwas besser geht.
Den Juli werde ich zwei Wochen arbeiten und zwei Wochen im Urlaub verbringen. Die Bücher dafür sind schon ausgewählt und weggeschafft (nicht, dass ich auf die Idee komme, sie schon vorher zu lesen). Und ich hoffe inständig, dass sie reichen. Wenn nicht, Norwegen hat auch Buchläden. Ganz sicher.

Wusstet ihr schon? #6

dass ich diese Rubrik hier ganz schön schleifen lasse? Nee, dass war nicht das Ziel für meinen Beitrag.

Ich benötige keine Brille mehr.
Tada, ich bin ein medizinisches Wunder. Naja, nicht wirklich. Mit 9 habe ich meine erste Brille bekommen, mir war nicht mal wirklich bewusst, dass ich eine brauchte. Aber da habe ich nur mal kurz erwähnt, dass ich die Tafel nicht richtig sehen konnte und schwupps war ich schon beim Augenarzt. Meine erste Brille war so eine dehnbare Sportbrillle, ein bisschen à la Harry Potter und wirklich äußerst deeeehnbar. Es folgten weitere Modelle, mit Rahmen, ohne Rahmen, mit nur halben Rahmen, blau, schwarz, orange (oder so was ähnliches)…meine letzte hatte weiße Punkte am Bügel :D Und dann saß ich so auf Arbeit an der Verbuchungstheke und schaute in die Ferne…und sah unscharf, durch die Brille. Guckte ich drüber, war es wieder scharf. Mmmh, da konnte etwas nicht stimmen. Also zum Optiker. Und Tatsache: meine Augen sind mehr als perfekt und ich trage seit dem 16. März keine Brille mehr. Mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, und mir geht es blendend damit.

Pixar-Filme ♥
Ich liebe sie. Toy Story, Monster AG, Findet Nemo, und wie sie nicht alle heißen. Erst zuletzt (gestern) ging es in die Monster Uni. Und wäre am liebsten dahingeschmolzen.

Musical

In letzter Zeit höre ich hin und wieder Musical. Die Leidenschaft schlummert ja irgendwie immer noch tief in mir. Aber jetzt höre ich es eher, um den Kopf frei zu kriegen. To keep my mind off.
Da kam die Musical-Folge von „Scrubs“ sehr gelegen.

Und dann habe ich noch Neil Patrick Harris gefunden, so zufällig:

Und so langsam wächst auch die Vorfreude auf Ende Juni. Das erste Mal schaffe ich es zu dem OpenAir-Musical hier in der Stadt. „Les Misérables„, ich komme :)

So, nun entschuldigt mich, ich muss mehr Musical hören.

der erste Schritt

„Ich glaube ich habe Depressionen.“
Immer wieder wiederholte ich diesen Satz in meinem Kopf.
Ich tat den ersten Schritt und ging zu meiner Hausärztin. Das klingt im Nachhinein so einfach. War es aber absolut nicht. Ich hatte große Angst vor heute. Der ganze Tag war wie im Nebel, ich wollte es endlich hinter mich bringen.
Beim Arzt wurde mir der Puls gemessen. 130.
Und dann sollte ich erzählen. Und alles war wie zugeschnürt. Selbst wenn ich es gewollt hätte, es kam nicht viel aus meiner Kehle. All die Sätze in meinem Kopf waren verpufft, ich war wie gelähmt.
„Wir brauchen wohl einen Facharzt.“
Es ist also offiziell, ich bin depressiv. Und das war erst der Anfang, ich befürchte, dass noch ein weiter Weg vor mir liegt. Aber den ersten Schritt, den hab ich getan.