Rezension: „Die Leute, die sie vorübergehen sahen“ von Scott Bradfield

Februar13-011Salome wird mit drei Jahren aus ihrem Elternhaus entführt. Der Entführer: Der Mann, der den Boiler reparieren sollte. Er hat die kleine blonde Sal mit dem rosa Kleid und den rosa Schuhen mitgenommen, weil er ihr ein besseres Leben ermöglichen will. Ein Leben fern ab von der normalen Gesellschaft. Ein Leben in sogenannter Freiheit. Doch schon bald lässt ihr neuer Daddy (wie sie ihn nennt) sie wieder allein und sie muss sich als kleines Mädchen alleine durch die Welt schlagen. Sie gerät an die verschiedensten Menschen, beobachtet, macht sich ihre Gedanken und wandert immer weiter, zu neuen Menschen, die sie wieder für kurze Zeit aufnehmen. Immer und immer wieder.
Die Geschichte wird aus Sals Blickwinkel erzählt und das ist genau der Punkt, der mich so gestört hat. Keine 3-Jährige hat so tiefgründige Gedanken über die Welt und ihre Gesellschaft. Zum Ende der Geschichte ist Sal ca. 7 oder 8 Jahre alt (schätze ich) und äußert Sachen auf die ich mit meinen 21 Jahren noch nie gekommen bin. Vielleicht soll dies ja der besondere Aspekt des Buches darstellen, aber bei mir hat es leider das Ziel verfehlt. Ich fand es zu unrealistisch. Allerdings, die Gedanken, die sie dann hatte, waren sehr gut, aber halt nicht ihrem Alter entsprechend.
Das Buch ist in Kapitel mit relaitv kurzen Abschnitten eingeteilt, sodass es perfekt zum Bahnfahren geeignet ist. Die Geschichte an sich ist sehr interessant und ich wollte auch unbedingt wissen, wie es zum Schluss ausgeht. Aber das junge Alter und die reifen Aussagen der Protagonistin waren für mich ein Störfaktor.
Alles in allem kein schlechtes, aber auch kein super gutes Buch.

Danke an Vorablesen für dieses Buch. Es bleibt mir auf jeden Fall im Gedächtnis.

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Die Leute, die sie vorübergehen sahen“ von Scott Bradfield

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