Does everybody know what time it is?

Falls sich jemand gefragt hat, was ich die letzten paar Wochen so gemacht habe, hier ist die Antwort: Ich habe „Home Improvement“ geschaut.
„Home Improvement“ (in Deutschland „Hör mal wer da hämmert“) ist die Serie aus den 90ern, basierend auf Tim Allens Stand-Up-Comedy. Tim, seine Frau Jill, die Kinder Brad, Randy und Mark, die TV-Show Tool Time mit Al und Heidi und natürlich Wilson, der Nachbar.
Abschied2So viele Serien schaue ich nicht, aber wenn dann richtig. Man könnte meinen, ich wäre dann besessen davon. Ich weiß (fast) alle Hintergründe, zu den Schauspielern, zu den Rollen, zu der ganzen Sendung. Ich kann mich da richtig reinknien. Bringt mir zwar nichts, aber ich fühle mich gut dabei.
Die erste Folge wurde 1991 gedreht, die letzte Folge wurde 1999 ausgestrahlt. Das klingt alles so weit weg, aber während ich es schaute, kam es mir so real und echt vor. Ich kam gar nicht auf die Idee, dass das alles schon 20 Jahre her ist.
Meine Lieblingsrolle ist Jill. Schon von Anfang an. Warum? Keine Ahnung. Ich mag die anderen auch, aber Jill ist mir irgendwie ans Herz gewachsen. Vielleicht orientiere ich mich zu sehr an diese „perfekte“ Familie. Wie toll wäre es, später einmal so eine Familie zu haben? Aber dazu müsste ich meinen Hintern hoch kriegen und mein Leben in Ordnung bringen. Bis dahin aber, kann ich mich ja der Illusion hingeben.
Nun habe ich also alle 8 Staffel mit 204 Folgen geschaut. Und die letzte Folge kam und ich dachte (wie jedes Mal): „Neeeein! Hört nicht auf, hört nicht auf!“ Den ganzen Abschied finde ich einfach nur total traurig, aber das Gute an Serien auf DVD ist: Man kann einfach wieder von vorne anfangen.

Eine meiner Lieblingsfolgen ist „Room at the Top“ (Part 1, 2 & 3) und, wie ihr euch sicherlich denken könnt, ich schaue es auf Englisch. Die deutsche Synchroniation finde ich einfach schrecklich. Vor allem, wenn man die Originalstimmen kennt.
Aaah, und was wäre eine Serie ohne Bloopers. Immer wieder ein Genuss.
Habt ihr Lieblingsserien, die immer und immer wieder schauen könnt, ohne das es langweilig wird?

Und nun die Antwort auf die Titel-Frage: TOOL TIME!

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What is it with me?

Ich gehe in einen Buchladen, schaue einfach nur rum, suche vielleicht ein Geschenk für jemanden anderes, und zack, ba-da-bang, lande ich vorm englischen Regal. What?! Jedes Mal. Ich weiß nicht warum. In den letzten zwei Wochen habe ich drei neue Bücher gekauft, die nicht auf Deutsch sind. Falls ich je einen SuB hatte, dann ist meiner Englischer auf jeden Fall höher, als der Deutsche.
Februar13-068Und wann um Himmels Willen soll ich die alle lesen? Franziska, stop it!

Ich habe im Moment „The perks of being a wallflower“ beim Wickel. Und ich wunder mich immer wieder, wie schnell ich in diesem Englisch drin bin. Es macht einfach Spaß.
Aber was euch sicher schon aufgefallen ist, bei einem speziellen Buch werde ich wohl etwas länger brauchen. Na? Habt ihr es schon entdeckt?

Wusstet ihr schon? #4

Wer ist eigentlich Zika?
Ja, das wüsste ich auch gerne. Nein, Quatsch bei Seite. Euch ist ja sicherlich schon aufgefallen, dass ich in einigen sozialen Netzwerken unter dem Namen „Zika“ zu finden bin. Die Herkunft ist ganz einfach erklärt. Für kleine Kinder ist es schwierig Franziska auszusprechen. Häufig höre ich dann Franzchrista oder noch außergewöhnlicheres. Ich dagegen sagte immer „Sanzika“. Eine äußerst kurze Form des Namens. Davon blieb im Laufe der Zeit nur noch „Zika“ übrig und meine gesamte Familie nennt mich so. „Franzi“ mag ich gar nicht und wenn jemand aus der Familie „Franziska“ ruft, weiß ich, dass ich irgendwo tief drin stecke. Einige gute Freunde nennen mich auch noch Zika, aber die wenigstens.
Ausgesprochen wird es übrigens „Zicka“…also ein kurzes i. Aber kein Mensch schreibt Franziscka ;) Ach und mein Opa von der Ostsee sagt gerne „Siiika“.
Habt ihr besondere Spitznamen?

Bücherwühltische
Ich kann mich stundenlang in Buchläden und Bibliotheken aufhalten. Okay, letzteres war ein Witz, schließlich verbringe ich den ganzen Tag da. Aber zurück zum Buchladen. Ich kann stöbern und rumschleichen und da reinlesen und dort reinlesen. Wozu ich aber absolut keinen Nerv habe, sind Bücherwühltische. Ich schaue da 30 Sekunden durch und dann verschwindet auch schon die Lust. Das ist ja rein gar nichts geordnet und alles durcheinander und kreuz und quer. Nee, das geht absolut nicht. Für mich muss es schön ordentlich da liegen und es muss sagen: „Hier nimm mich! Lies mich!“. Wahrscheinlich entgeht mir so jedes Schnäppchen. Aber dafür habe ich einen Teil meiner Nerven behalten.

Aufmunterungsversuche

Stellt euch vor, ihr sitzt am Küchentisch und könnt nicht aufhören zu weinen. So geschehen vor gar nicht allzu langer Zeit.
Dann passiert etwas, womit ihr nicht gerechnet habt. Der kleine große Bruder beugt sich zu einem und sagt in einem unvergleichlichen Ton:
„Hey du alter Schmollmops!“
Ein Lächeln, ja fast sogar schon Lachen, das einfach unbezahlbar ist. Selbst unter Tränen.

PS: Ich möchte nicht mehr weinen. Und „Findet Nemo“ ist der beste Film überhaupt. Und Dorie hat mit dem Schwimmen recht.

Nur ein kleines Mädchen, ein Hühnchen ohne Federn!

Februar13-063Spontanausflug zum Schloss Moritzburg. Na? Wem sagt es was?
Genau, das Schloss war ein Drehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und es präsentierte sich genau, wie es im Film zu sehen ist. Obwohl, so genau stimmt das gar nicht. Zu den Dreharbeiten vor 40 Jahren lag nämlich gar kein Schnee. Der See war zwar zugefroren, sah aber pechschwarz aus. So mussten alle möglichen Leute darauf Schlittschuh laufen, um die Obberfläche weiß zu machen. Schon damals haben sie getrickst.
Und woher weiß ich das? Im Schloss befindet sich eine Ausstellung dazu. War gut gemacht, wenn auch nicht vom Hocker reißend. Es gab neben irrren Pferden (siehe Bild) alle möglichen Kostüme (alle nachgeschneidert) und Informationen. Auch den Schuh, den Aschenbrödel verloren hatte, war auf der Treppe. Allerdings auf linken, auf der falschen Treppe. Denn die rechte war mit Gerüsten bedeckt.
Im Café des Schlosses habe ich den Player gefunden, in dem der Track 1 auf Repeat lief. Nach einer Weile kann man davon echt bekloppt werden ;) (wie das Pferd)
Februar13-018 Februar13-027 Februar13-044Ansonsten ein kurzes Update: Mir geht es ganz gut. Abgesehen vom den Verspannungen (zumindestens denke ich, dass es welche sind) im linken Schulter- und Brustbereich, die äußerst schmerzhaft sein können. Ich muss aufpassen, wie ich mich bewege. Und wenn mir noch jemand das Gehirn reparieren könnte, wäre ich auch glücklicher. Aber was soll ich machen? Von alleine kommt keiner und sagt: „Hey, was los? Sprich dich aus.“ Mit mir spricht anscheinend sowieso keiner mehr so richtig. Warum auch? Franziska kriegt schon irgendwie über 100 Ecken mit, was nun Sache ist.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, ich muss jetzt erstmal die letzte Lindenstraße-Folge mit hohem Heulfaktor verdauen. Macht’s gut.

Rezension: „Die Leute, die sie vorübergehen sahen“ von Scott Bradfield

Februar13-011Salome wird mit drei Jahren aus ihrem Elternhaus entführt. Der Entführer: Der Mann, der den Boiler reparieren sollte. Er hat die kleine blonde Sal mit dem rosa Kleid und den rosa Schuhen mitgenommen, weil er ihr ein besseres Leben ermöglichen will. Ein Leben fern ab von der normalen Gesellschaft. Ein Leben in sogenannter Freiheit. Doch schon bald lässt ihr neuer Daddy (wie sie ihn nennt) sie wieder allein und sie muss sich als kleines Mädchen alleine durch die Welt schlagen. Sie gerät an die verschiedensten Menschen, beobachtet, macht sich ihre Gedanken und wandert immer weiter, zu neuen Menschen, die sie wieder für kurze Zeit aufnehmen. Immer und immer wieder.
Die Geschichte wird aus Sals Blickwinkel erzählt und das ist genau der Punkt, der mich so gestört hat. Keine 3-Jährige hat so tiefgründige Gedanken über die Welt und ihre Gesellschaft. Zum Ende der Geschichte ist Sal ca. 7 oder 8 Jahre alt (schätze ich) und äußert Sachen auf die ich mit meinen 21 Jahren noch nie gekommen bin. Vielleicht soll dies ja der besondere Aspekt des Buches darstellen, aber bei mir hat es leider das Ziel verfehlt. Ich fand es zu unrealistisch. Allerdings, die Gedanken, die sie dann hatte, waren sehr gut, aber halt nicht ihrem Alter entsprechend.
Das Buch ist in Kapitel mit relaitv kurzen Abschnitten eingeteilt, sodass es perfekt zum Bahnfahren geeignet ist. Die Geschichte an sich ist sehr interessant und ich wollte auch unbedingt wissen, wie es zum Schluss ausgeht. Aber das junge Alter und die reifen Aussagen der Protagonistin waren für mich ein Störfaktor.
Alles in allem kein schlechtes, aber auch kein super gutes Buch.

Danke an Vorablesen für dieses Buch. Es bleibt mir auf jeden Fall im Gedächtnis.

Liebes Tagebuch

heute schreibe ich einen Artikel bei WordPress über dich.
Februar13-006Schreibt ihr Tagebuch?
Ich habe als Kind mal angefangen, aber nie wirklich durchgezogen. Am Wochenende habe ich mein erstes ernstzunehmendes Tagebuch gefunden. Es sind nur ein paar Seiten beschrieben, und es ist mit einem Vorhängeschloss versehen. Was mich auch daran gehindert hat, es zu öffnen. Ich finde nämlich den Schlüssel nicht mehr. Aber das ist egal. Ich weiß noch, dass ich das Buch mit im Disneyland in Paris hatte und bei jeder Sehenswürdigkeit, die wir besucht haben, fragen musste, wie es geschrieben wird. Schließlich musste ich es ja abends in mein Tagebuch schreiben. Das war 2001.
Dann kam lange Zeit nichts.
Im Frühjahr 2010 war ich bekannterweise in Schweden. Dort habe ich mir ein liniertes Buch gekauft (Ich habe mich sofort in dieses rote Buch mit den schönen Motiven verliebt. Wahrscheinlich bedeutet es mir auch so viel, weil es mich an meine Zeit in Schweden erinnert). Aber erst im August 2010 habe ich angefangen wieder zu schreiben. Sogar relativ regelmäßig. Ich fühlte mich gut dabei, meine Gedanken dem Buch anzuvertrauen. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Und wenn ich das Buch wieder zuklappte, war es so, als ob all die Gedanken da drin sind und nicht mehr meinen Kopf belasteten. Das tut immer noch gut. Auch kleine Andenken, Fahrkarten, andere Tickets, Zettelchen, Bilder, fanden den Weg ins Buch. Im Juni 2012 war es voll. Ich habe nicht jeden Tag reingeschrieben, relativ regelmäßig wie gesagt. Manchmal jeden Tag, manchmal war ein Monat Pause. Das war halt so. Aber ich war irgendwie stolz, als es voll war. Ich lese nicht darin, aber manchmal blättere ich durch. Vielleicht lese ich es mal später, in ein paar Jahren oder so.
Im Moment schreibe ich in dem kleinen Büchlein. Aber das nächste wird wohl wieder ein Großes. Ist vielleicht doch praktischer.
Februar13-008Es ist kein Tagebuch-Schreiben im wörtlichen Sinn, eher ein Gedanken-Schreiben. Mir tut es gut und ich möchte es nicht missen. Manchmal zweifle ich zwar und denke mir, warum ich das alles aufschreibe, wenn es doch sowieso keiner liest. Aber dann kommt mir wieder das schöne Gefühl in den Sinn, das dort „Ich“ drin stehe. Wenn ich durch das Buch blättere, sehe ich nur mich. Und auch das tut manchmal echt gut.