Ein Zeichen

Mal wieder ein paar Sätze von mir.
In den letzten Wochen war nicht viel los auf Arbeit, es ist Sommer, es sind Ferien, das Wetter ludt eher zum Baden ein, als zum Bücher ausleihen. Aber wir blieben natürlich trotzdem tapfer in der Bibliothek :)
Aber trotzdem bin ich auch ein bisschen erschöpft, ich freue mich jeden Tag auf mein Bett und den erholsamen Schlaf.

Aber ich nehme mir wieder Zeit zum Lesen. Das habe ich nun lange genug, nicht gemacht. In drei Wochen habe ich zwei Bücher geschafft, das hat echt was zu bedeuten. Mein Arbeitsweg besteht immer noch größtenteils aus Schienenersatzverkehr mit Bus. Und die fahren alle, wie die Henker. Also nichts mit Lesen. Aber sonst geb ich mein Bestes.
Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich eine „Gelesene Bücher“-Liste erstellt. Es sind nicht alle Bücher, natürlich, aber doch die meisten. Und ich habe für mich persönlich ein Register angelegt. Ein Vokabelheft mit netten Buchstaben am Rand hilft mir dabei:

Durch und durch Bibliothek ;)

Und nun zum Schluss noch eine Anekdote, die mich entsetzt hat:
Ich steige in die Straßenbahn, sitze einer Oma mit ihrem Enkel gegenüber. Vor der Oma hatte ich ehrlich gesagt Angst, sie war groß und schlank und hatte ein grimmiges, böses Gesicht. Draußen an der Haltestelle saß ein Kleinkind im Rollstuhl, was mir gar nicht aufgefallen wäre, bis die Oma aufgestanden ist und das Kind durch das Fenster angestarrt hat. Sie setzte sich wieder und sagte zu ihrem (vielleicht 7-Jährigen) Enkel: „Schau mal das Kind da draußen. Und den Vater!“ Sie deutete auf einen jungen Mann mit dem Körper voll Tätowierungen. „Kein Wunder, dass das Kind so geworden ist, bei solchen Leuten!“ Ich habe den Mund nicht wieder zugekriegt, so schockiert war ich. Ihr Enkel war völlig eingeschüchtert. Was soll er daraufhin auch sagen?
Später stieg eine türkische Familie mit Kinderwagen etc. aus. Sie: „Endlich sind die weg!“ Die Familie hat die ganze Fahrt nichts gesagt und keinen Mucks von sich gegeben.
Und letztendlich stieg auch ich aus. Wie seit drei Jahren an der Universität, weil ich da nun mal wohne. Beim Aussteigen hörte ich noch die Oma sagen: „Siehst du, die studiert hier!“
Mir fehlen die Worte zu dieser Frau, zu solchen Menschen. Voll von Vorurteilen. Bäh!

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Ein Kommentar zu “Ein Zeichen

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