Wenn man Zuhause alleine ist und Langeweile hat.

Da fällt einem schon viel ein, was man da so machen kann. Zum Beispielt, die ganze Zeit laut und schief irgendwo mitsingen. Ich habe mir diese Folge von „Så ska det låta“ angeschaut. Die habe ich auch geschaut, als ich in Schweden im Praktikum war. Und ich liebe sie. Es ist so schade, dass es keinen Livestream im Internet gibt, wo man es mitschauen könnte. Die Sendung ist einfach gestrickt, zwei Teams treten gegeneinander an und singen um Punkte. Mal wird nur ein Wort vorgegeben, mal Bilder, mal ein Intro, mal eine schwedische Übersetzung von einem englischen Song… und dann wird gesungen. Eine tolle Sendung. Und auch wenn man des Schwedischem nicht mächtig ist, kann man sie sich angucken (vor allem mit englischen Untertiteln ;)).

Aber wo ich grad bei Schweden bin. Mein Musikgeschmack geht irgendwie in Richtung Norwegen. Marit Larsen, Alexander Rybak und Bernhoft… irgendwie lande ich immer bei Norwegern. Und dann schau ich so auf YouTube rum und lande bei diesem Lied hier:

Und wie ihr seht: Norwegen. Aber der Song ist echt gut und ich hör ihn im Moment in Dauerschleife.

Apropos Eurovision Song Contest: Ich mag das Lied von Roman Lob. Aber ob er damit weit kommt, weiß ich nicht. Ich hab die ganze Sache mit „Unser Star für Baku“ verfolgt, und hatte bis zum Schluss keinen Favoriten. Höchstens noch Shelly, weil ich sie so schön speziell fand. Nun ist es -welch Überraschung- Roman geworden. Ich drück ihm die Daumen, aber ich glaub nicht so ganz an den großen Erfolg.
Am 26. Mai werde ich auf jeden Fall vorm Fernseher sitzen und den ESC in Baku gucken. Ich oute mich hiermit als ESC-Fan ;) So viele Künstler, die meisten kennt man nicht. Und dann die Punktevergabe, wenn die Länder und punkte hin und her fliegen. Ach, mich fasziniert das einfach.

Das macht man einfach, wenn einem langweilig ist.

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Was meine Welt bewegt.

Als ich so an der Straßenbahnhaltestelle stand, ist mir aufgefallen, dass das Rollstuhl-Piktogramm irgendwie komisch aussieht. Ein sitzender Mensch und ein dreiviertel Kreis unterm Hintern. Hab ich vorher nie so drauf geachtet.

Meine Wohnung ist nach anderthalb Wochen annähernd warm. Die Heizung war kaputt. Also nicht die Heizung, sondern irgendein blöder Kessel. Anscheinend haben sie es jetzt in den Griff bekommen. Der Vermieter konnte meinen Namen schon nicht mehr hören.

An einem Tag wird man von allen Seiten unterstützt in seinen Plänen für die Zukunft. Am nächsten Tag kommen dann Fragen wie: „Und was machst du damit? Was bist du danach? Kann man damit Geld verdienen? Willst du nicht lieber noch ein Jahr arbeiten?“ Warum stellen sie das immer alles wieder in Frage, wenn ich doch selber nicht weiß, was ich machen soll. Und nochmal: Ich habe gelernt, dass man das machen soll, was einem Spaß macht. Ich studier doch nicht irgendwas, nur um auf der Karriereleiter hochzusteigen und eine Menge Kohle zu verdienen. Ich muss ja zugeben, dass mir Karriere eigentlich ziemlich Schnuppe ist.

Mich nervt es, dass man wegen seiner Mentalität immer anders bewertet wird. Ich bin ruhiger als andere und mir wird in den verschiedensten Lebenssituationen genau das zur Last gelegt. Ich werde schlechter benotet, weil ich nicht so viel quatsche sondern einfach nur kurz zustimme. Meiner Meinung nach völlig ausreichend. Für manche Leute anscheinend nicht. Mich regt es einfach auf. Ich kann meine Mentalität nicht ändern. Und will es auch nicht.

Alkohol ist eindeutig nicht gut für mich. Nach einem Gläschen Ouzo beim Griechen war mir schummrig. Da ich in letzter Zeit oft kalte Hände und Füße habe (dauerhaft), wurde mir ein halbes Glas Sekt hingestellt. Die Folge: mir war zwar warm, aber dafür auch schlecht und ich konnte nicht einschlafen. Ich bleib also dabei: Alkohol ist doof.

Und zu guter Letzt: Ein Wasserrohrbruch in einer Buchhandlung ist nicht so prickelnd.

Das Vergessen

Das Vergessen – ich kann es nicht mehr hören. Sprecht es doch einfach aus, ihr das draußen: Demenz, Alzheimer. Wütende, alte, aggressive Leute. Die Familien damit kaputt machen können. Es ist nicht nur für die Erkrankten schlimm. Auch für die, die damit leben müssen.
Ich habe gleich zwei Fälle in der Familie. Zwei Mal Oma. Es ist anstrengend, nervenraubend. Zwei verschiedene Krankheiten, obwohl sie den selben Namen haben. Man kann nicht alle Demenzkranke über einen Kamm scheren. Ein Fall ist ruhig, einsichtig, hat Humor, lässt sich helfen. Der andere Fall wird wütend, aggressiv, ist uneinsichtig, will keine Hilfe. So oder so ist es schwierig. Aber wenn der Rest der Familie keine Nerven mehr hat, weint, ja sogar im Krankenhaus liegt, dann kann ich die ganzen Beiträge über „Das Vergessen“ nicht mehr sehen.
Wenn es unsere Familie nicht stärker machen würde, hätte ich schon längst aufgegeben. Es geht nicht mehr um mich, es geht um uns.