einmal Opfer, immer Opfer

Der schöne Schein trügt.

Es wird wohl das einzige Mal sein, dass ich darüber schreibe. Und eigentlich rede ich nicht gerne darüber, aber ich möchte es einfach mal loswerden.

Ich war ein Mobbing-Opfer. Ja wahrscheinlich wird das jeder sagen, dass er schonmal gemobbt wird. Damals gab es das Wort noch gar nicht. Ich nannte es immer Ignoranz. Mein Vati hat mir den Spruch „Ignoranz ist des Menschen größter Feind“ gelehrt. Leider kam ich nie in den Genuss Wahnsinn, so etwas zu verüben. Zu der Ignoranz kam Hinterm-Rücken-Tuscheln. Was in der Kombination besonders schlimm und nervenaufreibend ist. Was hab ich in dieser Zeit Tränen vergossen. Es war eine schlimme Zeit. Ich denke nicht gerne daran zurück. Sich einsam und alleine und verlassen zu fühlen, ist für mich immer noch das Schlimmste.

Jahre vergingen und ich baute wieder Selbstbewusstsein auf. Langsam, aber stetig. Doch noch immer, wenn mir nur Leute entgegenkommen, sie mich nur kurz anschauen, danach lachen, denke ich, ich bin gemeint. Das Gefühl dauert nicht mehr so lange an, wie früher. Mit einem Kopfschütteln und einem Gedanken ‚Nein, du bist nicht gemeint!‘ ist es meist wieder weg. Aber es ist da. Klar und deutlich. Und es wird vermutlich immer bleiben.

Ich hasse die Menschen, die dafür verantwortlich sind. Die einen Menschen so fertig machen, dass er noch bis an sein Lebensende die besagten Gefühle haben wird. Ich „danke“ euch dafür, dass ich so bin, wie ich jetzt bin.

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